Untätigkeit zerstört die Seele
Du stirbst und wirst gefragt, wie dein Leben war.
Was sagst du?
Gut? Ganz okay? Es geht so?
Die Frage ist: Was wünschst du dir, sagen zu können, wenn es soweit ist?
Was mich zur nächsten Frage führt: Bist du JETZT glücklich? Ist es AKTUELL gut genug, und kannst du das mit bestem Wissen und Gewissen sagen?
Solche Fragen stelle ich mir andauernd. Du auch?
Ich weiss, … kein leichtes Thema, auch nicht das beliebteste. Lieber das nächste YouTube-Video, den nächsten Dopamin-Kick, die nächste Ablenkung.
Hier noch ein paar weitere Fragen (rhetorische):
Kann man langsam sterben?
Leben, ohne gelebt zu haben?
Ist es möglich, das Leben zu verpassen?
Ich glaube ja. Untätigkeit zerstört die Seele. Jedenfalls was Dinge betrifft, von denen du weisst, dass du sie tun möchtest, aber nichts dafür tust. Und es spielt absolut keine Rolle, weshalb du untätig bleibst: Zeitmangel, Geldmangel, Kinder usw. Stillstand ist Tod.
Denke an Feuer vs. Asche.
Feuer
Uns ist bewusst, dass wir nur ein Leben haben.
Wir machen, was gemacht werden muss: Wir übernehmen Verantwortung für unser Leben. Unser Wohlbefinden steht an oberster Stelle. Wir sehen uns als das Kind, das ernährt und gepflegt werden muss.
Und wir wollen es, weil wir wissen, dass wir es müssen.
Der Lohn? Die Seele leuchtet, das innere Feuer brennt, wir fühlen uns lebendig, es herrscht Freiheit.
Asche
Und dann ist es bequem, alles gemütlich, man fühlt sich wohl in der eigenen Komfortzone. Persönliche Träume, Wünsche und Bedürfnisse werden vernachlässigt. Man widmet sich jedem und allem, nur nicht dem, was man selbst am allermeisten braucht: Selbstfürsorge.
Doch alles hat seinen Preis. Irgendwann erlischt das Feuer, bis nur noch Asche übrig bleibt.
Und die Seele stirbt …
UNTÄTIGKEIT zerstört die Seele !
Irgendwann ist auch der Körper tot … als die Seele längst gestorben ist.
Die Seele ist nicht ein Ding, sondern ein Geschehen.
Carl Gustav Jung
Geschehen bedeutet, dass etwas passieren muss. Aktivität. Die Seele braucht Bewegung. Sinnvolle Stimulation. So wie Pflanzen Wasser brauchen.
Und wenn die Seele stirbt, kommt die Unzufriedenheit, dann Wut und schliesslich Enttäuschung … Wir verbrennen innerlich.
Ich kenne das nur zu gut, und du vermutlich auch, wenn du dich mit Aggressionen auseinandergesetzt hast. Ich bin immer wieder zum Schluss gekommen: Ein Grossteil meiner angestauten Aggression (Unzufriedenheit, Wut, Unruhe) hängt damit zusammen, dass ich die Dinge nicht tue, die ich tun möchte.
Aber was spüre ich eigentlich?
Mehr.
Besser.
Nicht in einem destruktiven Sinn … Ja, natürlich ist es ok, wie ich jetzt bin. ABER in gewissen Themen und Lebensbereichen ist es eben NICHT ok, wie ich jetzt bin.
Kein Partner wünscht sich jemanden, der ständig unzufrieden von der Arbeit nach Hause kommt oder sich körperlich gehen lässt. Und kein Kind möchte Eltern, die keine fünf Sekunden präsent sein können, weil sie tausend unerledigte Dinge im Kopf haben.
Ich habe das starke Bedürfnis, mich zu verbessern, ich möchte wachsen!
Worin ich wachsen möchte:
- Mehr Geld verdienen
- Mehr Menschen helfen
- Mehr Abenteuer erleben
- Bessere Liebesbeziehung führen
- Mehr emotionale Stabilität haben
- Stärkere Verbindung zu meinen Kindern führen
Und warum die Aggressionen und Bedürfnisse nicht in Ziele verwandeln?
Doch der beste Weg, unsere Aggressionen zu kanalisieren, ist zweifellos, sie zu dem Zweck einzusetzen, für den sie ursprünglich bestimmt war, zum Erreichen eines Zieles. Arbeit ist immer noch eine der besten Therapieformen und besänftigt jede aufgewühlte Seele.
S. 177, Maxwell Maltz aus dem Buch Psychokybernetik
Wir können auch von Ambitionen sprechen.
Erwin McManus schreibt in seinem Buch Mind Shift: Das Gegenteil von Ambition ist Apathie. Nichts machen. Gleichgültigkeit leben.
Gleichgültigkeit ist Untätigkeit, ist der Tod der Seele.
Hier, was andere Menschen dazu schreiben. 3 Perspektiven von 3 Autoren:
Der ärmste Mensch auf dieser Welt ist nicht der, dem nicht einmal ein Cent gehört, sondern der arme Kerl ohne Traum. … [Er ist wie] ein grosses Schiff, das für die Weiten des Ozeans geschaffen wurde, aber versucht, in einem Teich zu navigieren. Er hat keinen Zielhafen, keinen emporsteigenden Horizont, keine wertvolle Fracht zu befördern. Seine Stunden werden durch endlose Routine und belanglose Dringlichkeiten verschlungen. Kein Wunder, dass er unzufrieden und gereizt wird und alles satt hat. Es ist eine der grössten Tragödien, wenn eine Person sehr viel Potenzial hat, aber ihre Seele es nicht erkennt.
Kenneth Hildebrand. S. 18, John C. Maxwell aus dem Buch Ihr Traum auf dem Prüfstand
Die Ergebnisse zeigten sich fast sofort. Schon am Ende des ersten Tages bemerkten die Teilnehmer „eine zunehmende Trägheit in ihrem Verhalten“. Sie begannen, über Kopfschmerzen zu klagen. Die meisten berichteten über Konzentrationsschwierigkeiten, mit „Gedanken, die im Kreis kreisen, ohne irgendwohin zu führen“. Manche wurden schläfrig, andere waren zu unruhig, um schlafen zu können. Wie Csikszentmihalyi schrieb: „Schon nach zwei Tagen der Entbehrung … war der allgemeine Stimmungsabfall so weit fortgeschritten, dass es nicht ratsam gewesen wäre, das Experiment fortzusetzen.“ Zwei Tage. Achtundvierzig Stunden ohne Flow versetzten Menschen in einen Zustand, der auf unheimliche Weise einer ernsthaften psychischen Störung ähnelte. Das Experiment legt nahe: Flow, dieses tiefe Gefühl von Engagement, das Motivation 3.0 verlangt, ist kein Luxus. Es ist eine Notwendigkeit. Wir brauchen es zum Überleben. Es ist der Sauerstoff der Seele. … Der wichtigste und entscheidende Faktor von Motivation ist, persönlichen Fortschritt zu erkennen.
S. 127, Daniel Pink aus dem Buch Drive: The Surprising Truth About What Motivates Us
Der Beschützer. Wir sollten unseren Geist, Körper und unsere Seele beschützen. Es geht um Selbstverpflichtung, sich darum zu kümmern. Wer sich nicht darum kümmert, wird auch die Motivation verlieren.
S. 125, Brendon Burchard aus dem Buch Das Motivations Manifest
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