Einführung PVGS: Prämisse. Vision. Grund. Strategie.
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Einführung PVGS. Prämisse. Vision. Grund. Strategie. Warum du mit dieser Methode die Wahrscheinlichkeit erhöhst, Dinge nicht nur zu planen, sondern auch umzusetzen.. Bist Du auch der ewige Träumer?. Vom Träumer zum Traum-Verwirklicher
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XY
Zitat
“Reach high, for stars lie hidden in your soul. Dream deep, for every dream precedes the goal.”. Pamela Vaull Starr
“Before a painter puts a brush to his canvas he sees his picture mentally. If you think of yourself in terms of a painting, what do you see? Is the picture one you think worth painting? You create yourself in the image you hold in your mind.”. Thomas Dreier
“Knowing what you want is the first step in getting it.”. Louise Hart
Brainstorming
Inhaltsverzeichnis
Vorbemerkung
PVGS
Prämisse
👎 Von
👍 Zu
👎 Von
👍 Zu
Vision
Grund
Strategie
Meine Erfahrungen
👍 Positive Aspekte
👎 Negative Aspekte
Persönliche Story
Interkonnektivität zwischen Kategorien
Letzte Worte
Text
Vorbemerkung
Das Konzept Vision. Prämisse. Grund. Strategie. habe ich von Lifebook übernommen. In diesem Artikel schreibe ich unter anderem darüber, warum Lifebook zu meinen drei größten Entdeckungen des Jahres 2021 gehört.
Lifebook habe ich nicht nur zu verdanken, dass ich diesen Blog lanciert habe, sondern auch, wie ich die Artikel aufbaue: man lernt nicht nur spannende Bereiche sowie persönliche Geschichten kennen, sondern erfährt auch die Details zu den Visionen, Prämissen, Gründen und Strategien.
Alle vier Glieder haben ihre Berechtigung. Es kommt mir kein einziges Beispiel in den Sinn, wo ein Glied überflüssig ist. Teilweise können sie vernachlässigt werden, weil, wie wir später noch sehen werden, die Strategie zB aus nur einem Schritt besteht: Person xy anrufen. Und dennoch: Ohne diesen Schritt geht es nicht.
Außerdem greifen alle vier Glieder ineinander. Ein Glied beeinflusst das andere.
Nehmen wir das Beispiel Liebesbeziehung. Wenn die Prämisse lautet: “Ich werde nie einen Partner finden”, dann ist das nicht nur ein destruktiver Gedanke, sondern vor allem eine negative Überzeugung. Es führt dazu, dass die drei weiteren Punkte. Vision, Grund, Strategie, sozusagen schon verloren haben. Die Mühe lohnt sich nicht, dort etwas vernünftiges auszuarbeiten. Wer hingegen sagt: “Eines Tages werde ich meinen Traumpartner finden”, hat allen Grund, weiter an diesem Thema zu arbeiten. Du könntest daraus eine Vision entwickeln, wie dein Leben mit jenem Traumpartner aussehen könnte; zB mit Kinder in einem Haus auf dem Land alt werden. Du bist dann dermaßen aufgeregt, dass Du sofort eine Strategie entwickeln möchtest, wie Du dieses Ziel erreichen kannst. Und als Turbobooster hast Du ein valides Warum formuliert: “Weil geteiltes Leid halbes Leid ist, und weil geteiltes Glück doppeltes Glück ist.”
Dieses einfache Beispiel soll Dir hoffentlich aufzeigen, was ich mit “alle vier Glieder greifen ineinander” meine.
PVGS
Prämisse
Eine Prämisse ist etwas, woran wir glauben oder wovon wir überzeugt sind. Eine Prämisse ist wie das Fundament eines Gebäudes. Wenn Du Dir jahrelang einredest, dass Du kein Gebäude höher wie fünfzig Meter bauen kannst, wirst Du nie ein Gebäude von vierhundert Meter in Angriff nehmen, nicht mal gedanklich. Denn aus der Logik folgt ja gerade, dass Du es gar nicht für möglich hältst.
Hierzu zwei kurze Beispiele:
👎 Von
- Ein Gebäude höher wie fünfzig Meter kann man nicht erbauen.
👍 Zu
- Ein Gebäude höher wie fünfzig Meter habe ich noch nie gebaut, und auch kein anderer Mensch jemals. Doch das haben vor mir auch schon Personen über Gebäude mit einer Höhe von zwanzig Metern behauptet, und doch wurden selbst fünfzig Meter erreicht. Darum glaube ich daran, dass sogar ein hundert-Meter-hohes-Gebäude eines Tages möglich sein wird.
👎 Von
- Die Methode Prämisse. Vision. Grund. Strategie. (PVGS) brauche ich nicht. Mir gelingt auch so, Dinge zu erreichen, die ich mir vornehme. Was ich mir wünsche, bekomme ich.
👍 Zu
- Selbstbetrug nenne ich das. Blödes Gerede. Oder bist du etwa ein Hybrid, halb Mensch, halb Roboter? Fakt ist: Kein Mensch wird wohl je für die Zeit seines Lebens alles haben und bekommen, ohne eine wie hier beschriebene ähnliche Methode anzuwenden, sei es bewusst oder unbewusst. Fakt ist auch: Je bewusster man PVGS anwendet, desto mehr liegt potenziell drin.
Vision
Wer nicht weiss, was er will, sei es in der Liebesbeziehung, in den Finanzen oder bei Quality of Life, dem kann es auch egal sein, wie er darüber nachdenkt (Prämisse oder Grund). Denn er weiss ohnehin nicht, was er möchte (Vision). Geschweige denn, dass er sich überhaupt irgendwelche Gedanken zur Umsetzung macht (Strategie). Diese unumstößlichen Tatsachen bedeuten letztlich, dass wir eine Vision benötigen, für was auch immer, und wer keine hat, dem ist ein begrenztes Leben beschieden.
Die Vision oder besser gesagt Visionen, denn es gibt ja nicht nur eine, sondern mehrere Dutzende, noch dazu in unterschiedlichen Kategorien, müssen zunächst nicht als glasklare Ziele formuliert werden. Eine Ahnung zu haben, kann bereits genügen. Eine Vision darf gedeihen. Wichtig ist nur, dass wir einmal damit beginnen, diese zu formulieren. Wo kein Samen gepflanzt wird, kann auch kein Baum wachsen.
Der Samen könnte wie folgt lauten “Ich möchte weniger leiden”. In was leiden? “Bei der Arbeit”. Was genau bei der Arbeit? “Nicht mehr so viele Dinge tun, die eigentlich nicht in meinen Zuständigkeitsbereich fallen.” Wie kommt es dazu? “Ich kann mich kaum dazu überwinden, nein zu sagen.” Aha. Voila. Aus dieser Kette könnte sich also folgende Vision ergeben:
- Ich werde meinen Charakter entwickeln und weniger oft Ja zu Dingen sagen, die ich in Wahrheit nicht möchte und die sogar nicht in meiner Verantwortung liegen.
Grund
Wer sich Ziele setzt und diese dann in Angriff nimmt, hat in der Regel einen Grund. Wie gut diese Gründe jedoch sind, steht auf einem anderen Blatt Papier. Geschweige denn, dass die Gründe einem bewusst sind; wir brauchen ja nicht zu meinen, dass wir in all unseren Angelegenheiten im Klaren sind.
Sollten gewisse Dinge also herausgeschoben werden, warum auch immer, kann es ratsam sein, sich über deren Motive, also das Warum, Gedanken zu machen. Und zwar auch dann, wenn die Strategie im Grunde gar keine oder maximal banal ist (zB Person xy anrufen). Denn gerade dann kann der Grund ausschlaggebend dafür sein, warum man nicht in die Gänge kommt.
Nehmen wir als Beispiel eine Vater-Sohn Beziehung (es könnte gerade so gut eine Schwester-Schwester Beziehung oder sonst eine Beziehung sein). Sagen wir, Vater und Sohn haben sich vor Jahren zerstritten (weshalb, interessiert uns jetzt nicht). Der Sohn möchte nur allzu gerne über seinen Schatten springen und sich mit seinem Vater versöhnen, denn er würde gerne mehr Zeit mit ihm verbringen (Vision). Seit der Geburt seines eigenen Sohnes redet er sich nämlich täglich ein, dass die Vater-Sohn Beziehung eine wichtige ist (Prämisse). Doch wie könnte er es anstellen, eine Versöhnung herbeizuführen, fragt er sich. Eine Strategie muss her. Er beschließt ihn einfach anzurufen, um ein Treffen zu vereinbaren (Strategie). So weit so gut, denkt der Sohn, der den ersten Schritt machen und den Vater um Verzeihung bitten möchte. Ein paar Tage vergehen und der Anruf wurde noch immer nicht getätigt. Nach ein paar Monaten muss er sich eingestehen, dass der Konflikt wohl tiefer liegt und eine Überwindung unmöglich scheint. Dann bekommt er eines Tages die Nachricht, dass sein Vater an einer schweren Krankheit leidet und nicht mehr lange zu Leben hat (Grund). Am nächsten Tag treffen sich Sohn und Vater, um sich zu versöhnen. Sie umarmen sich und drücken so fest zu, wie noch nie zuvor.
Dieses hier geschilderte Beispiel ist zugegebenermaßen extrem. Allerdings zeigt es eindeutig auf, wie wichtig der Grund in der PVGS-Kette ist. Obwohl in diesem Beispiel drei Glieder der Kette klar formuliert wurden, ist es doch der Grund, der letztlich dazu führt, dass man ins tun kommt. Einen besseren Grund seinen Vater sofort und ohne weiteres Nachdenken um Vergebung zu bitten, weil es bald keine Gelegenheit dazu mehr geben wird, gibt es wohl kaum.
- Ich werde meinen Vater anrufen, um mich mit ihm zu versöhnen, weil er bald sterben wird. Ich möchte so viel Zeit mit ihm verbringen, wie uns noch bleibt. Und diese so gut es geht geniessen.
Strategie
Zunächst muss man wissen: Ohne Strategie keine Handlung. Das bedeutet nicht, dass die Strategie hochkompliziert sein muss. Jemanden anzurufen beispielsweise erfordert kaum Planung. Sich selbständig zu machen hingegen jede Menge. Die Komplexität einer Strategie hängt also davon ab, welches Ziel man sich setzt. Doch unabhängig vom Ziel, eine Tatsache verliert nie ihre Gültigkeit: Ohne Strategie keine Handlung. Vom Träumen und Wünschen wurde noch nie eine Stadt erbaut.
Wenn ich als Vision formuliere: “Meine Frau ein Leben lang glücklich machen”, könnte eine Strategie lauten: “Meine Frau täglich fragen, was ich ihr gutes tun kann”, oder statt zu fragen, es einfach tun.” Oder ein anderes Ziel: “Viel Zeit mit meinem Sohn verbringen”, hier könnte ich als Strategie wählen: “Täglich mindestens fünfzehn Minuten qualitativ hochwertige Zeit mit ihm verbringen (kein Fernsehen).”
Eine Strategie setzt keinesfalls voraus, etwas täglich zu tun. Wichtig ist vielmehr eine klar umrissene Planung. Eine Idee oder noch besser ein konkreter Vorschlag, wie etwas tatsächlich angegangen werden kann.
Weitere Beispiele:
- Ziel/Vision = Allgemeinbildung weiterentwickeln (Intellekt): Jährlich 12 Bücher lesen (übergeordnete Strategie) -> Monatlich 1 Buch lesen (übergeordnete Strategie) -> Täglich dreißig Minuten lesen (etwas konkreter schon) -> Immer morgens nach dem Duschen lesen, beim Kaffee trinken (konkret). Oder abends, nachdem die Küche sauber gemacht wurde (konkret).
- Ziel/Vision = Verhaltensänderung herbeiführen und neue Glaubenssätze bilden (Emotionen & Psychologie): Drei Monate täglich, gleich zu Beginn des Tages, verschiedene Satzstämme zu Ende schreiben und diese am Wochenende lesen: zB “Wenn ich öfters das PVGS Framework verwende, …” oder “Wenn ich meinem Leben heute mehr Bewusstheit entgegenbringe, …” oder “Wenn ich heute mehr darauf achte, wie ich mit Menschen umgehe, …” oder “Wenn ich meinen Unsicherheiten 5 Prozent mehr Bewusstheit entgegenbringe, …” usw. Die Satzstamm-Methode verdanke ich übrigens Nathaniel Branden, der das wichtige Buch Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls geschrieben hat.
- Ziel/Vision = Muskeln aufbauen (Fitness & Gesundheit): Jeden zweiten Tag ein Workout absolvieren (übergeordnetes Ziel) -> Für jedes Workout bestimmen, wo und wann es stattfindet (etwas konkreter schon) -> Montags Zuhause, direkt nach der Arbeit um 19:00, mit Equipment xy (konkret). Oder Mittwochs, über Mittag, vor dem Essen, im Gym xy (konkret).
In einem persönlichen Beispiel gehe ich später nochmals auf die Strategie ein, wobei ich dort mehr ins Detail gehe. Denn die Strategie gehört zu jenen Dingen, von denen ich glaube, dass sie nicht nur unterschätzt, sondern teilweise auch falsch verstanden werden. Die Strategie gibt viel mehr her, als man gemeinhin denkt.
Meine Erfahrungen
👍 Positive Aspekte
Die PVGS Methode bietet einen leicht zugänglichen Rahmen, an dem man sich stets orientieren kann.
Irgendwann hat man sich so sehr an die PVGS Methode gewöhnt, dass man bei der Formulierung eines neuen Zieles wie automatisch alle vier Teilbereiche durchdenkt. Dadurch fällt es einem nicht nur leichter, den Schwachpunkt der Kette ausfindig zu machen, sondern auch, woran konkret gearbeitet werden muss. Was allerdings nicht zwingend für alle Lebensbereiche gelten muss. Wir haben alle unsere Schwächen und Baustellen, ausserdem unsere Blinden Flecken. Aufgepasst also.
Die PVGS Methode benötigt praktisch keine Ressourcen, ausser etwas Zeit. Wobei selbst fünf Minuten bereits ausreichen können. Wer zB den Wunsch hat, einmal im Jahr Skifahren zu gehen, das Geld jedoch dafür nicht ausreicht, braucht vielleicht lediglich die Strategie anzupassen, etwa monatlich zB 150.- Extra dafür zur Seite zu legen. Innerhalb von fünf Minuten lässt sich ein automatischer Dauerauftrag auf ein Sparkonto einrichten.
Wer dem Warum zu Leibe rückt, wird vielleicht feststellen, dass ein Ziel obsolet geworden ist. Oder zumindest an Attraktivität verloren hat, als dadurch klar wurde, dass es keine guten Gründe mehr gibt, warum man das einst formulierte Ziel weiter verfolgen sollte.
Das Warum birgt noch einen anderen Schatz. Wenn man genug tief bohrt, schürft man wertvolles Gold, das man dann auch einsacken darf. Hier ein einfacher Gedankengang zur Veranschaulichung: Immer wieder nach dem Warum fragen. zB Warum möchtest du mehr Zeit mit deinem Sohn verbringen? Weil es mir wichtig ist, Zeit mit ihm zu verbringen. Warum ist es dir wichtig, Zeit mit ihm zu verbringen? Weil die Zeit schnell vorbei geht. Und was stört dich daran? Dann ist er nicht mehr fünf, sondern auf einmal fünfundzwanzig. Na und? Ich möchte keine Reue verspüren, man! Aber mit fünfundzwanzig kannst du doch auch Zeit mit ihm verbringen, oder nicht? Vielleicht bin ich dann aber gar nicht mehr am Leben, wer weiss, oder mein Sohn möchte nichts mehr von mir wissen, weil ich ihm nach jahrelanger Abwesenheit fremd geworden bin. Und warum fändest du das Schade? Weil ich gerne eine enge und vertraute Beziehung zu ihm haben möchte. Aber gibt es nicht noch andere Menschen, die dafür in Frage kommen, zB deine Frau? Es ist mein Sohn, Herrgott! Aber auch nur ein Mensch, oder? Nein, ich sehe ja, wohin die Beziehung oder Nicht-Beziehung zwischen meinem Vater und mir geführt hat, ich wünschte, ich hätte ein besseres, innigeres Verhältnis zu ihm. Alles klar, habe verstanden, Amen.
Die PVGS Methode hilft bei der Erkenntnis, dass ein Teilziel mit den darüber liegenden Zielen vielleicht nicht mehr länger stimmig ist. Wie bei einer Pyramide, wo die oberste Ebene ein ganz großes Ziel beschreibt, zB Heiraten, das darunter liegende Ziel ein mit dem Heiraten verbundenes Ziel beschreibt, zB eine Frau kennenlernen, wiederum eine Ebene darunter der Wunsch formuliert wird, eine Frau im Ausgang kennenzulernen. Wer den Plan auf der untersten Ebene ausführt, jedoch kaum mit einer Frau gesprochen hat, muss über die Bücher, und könnte dann womöglich feststellen, dass dort, wohin man nun seit mehr als zwei Monaten in den Ausgang geht, auf zehn Männer eine Frau kommt. Er braucht also nicht länger dorthin zu gehen. Denn die Wahrscheinlichkeit, eines Tages schließlich zu heiraten, ist gering, wenn er bei dieser Strategie bleibt. Ergo: Man kommt zum Schluss, dass die Ressourcen besser woanders eingesetzt werden. Ein neu formuliertes Ziel auf der Ebene drei könnte sodann zB wie folgt lauten: Fünf Frauen in fünf verschiedenen Pubs in fünf Wochen ansprechen. Wer also Ziele auf den unteren Ebenen stets mit jenen auf den höheren Ebenen verbindet, der kann Teilziele rasch anpassen, ohne Gefahr zu laufen, sich zu verrennen.
Destruktive Glaubenssätze ( Prämissen) kommen ans Licht. Vor allem bei wiederkehrenden oder anhaltenden Visionen. Wer etwa von einem liebevollen und treuen Lebensgefährten träumt, im innersten jedoch starke Zweifel hat und eigentlich nicht daran glaubt, weil ohnehin alle Männer oder alle Frauen so-und-so sind, wird nie eine glückliche Beziehung führen. Wir können nicht schwarz denken und weiss malen. So funktioniert das einfach nicht.
Mit der PVGS Methode erreichen wir nicht nur mehr als wir denken, auch erreichen wir unsere Ziele schneller. Wie bei einem Road Trip ohne Navigation, wo man auch ankommt, oder auch nicht, aber bestimmt nicht schneller als mit einem Navigationsgerät.
Die PVGS Methode ermöglicht uns die Unterscheidung von wichtigen, dringlichen und weniger wichtigen sowie weniger dringlichen Zielen vorzunehmen. Auch gelingt die Unterscheidung rascher.
Die PVGS Methode gibt viel Sicherheit dahingehend, dass Ziele, die in Angriff genommen werden, auch sinnvoll sind. Dadurch erhöht sich das Selbstwertgefühl, was wiederum als Treibstoff für spätere Ziele verwendet werden kann. Ein äußerst nützlicher Kreis.
Ohne die PVGS Methode käme mir die Zielsetzung mittlerweile wohl so vor, als ob ein plötzlich Luft verlierender Luftballon im Wohnzimmer herum flattert, ohne Ziel und Plan.
Eine genaue Strategie hilft, die Zeit besser einzuteilen. Gerade bei grösseren Vorhaben hilft die Methode, einen realistischeren Blick auf die Zeitplanung zu bekommen.
👎 Negative Aspekte
Sämtliche vier Glieder der Kette haben ihre Berechtigung. Das führt dazu, dass potenziell alle vier Glieder zum schwächsten Glied mutieren können. Und das wiederum bedeutet, dass alle vier Glieder auf ihr Fundament abgeklopft werden müssen. Es genügt nicht, wie wir vorher gesehen haben, zwei oder selbst drei Glieder auszuarbeiten. Sei es im Kleinen wie auch im Grossen. Wer fortdauernd mit drei Gliedern zu Recht zu kommen glaubt, wird früher oder später zugeben müssen, dass sämtliche vier Glieder Beachtung erfordern.
Ohne sich hinzusetzen und bewusst darüber nachzudenken, wie, was, warum ein Ziel überhaupt formuliert werden soll, wird nie das volle Potenzial der PVGS Methode abrufen können. Garantiert nicht, wenn grosse Ziele in Angriff genommen werden wollen.
Persönliche Story
Seit ein paar Jahren verfolgt mich das Ziel der finanziellen Unabhängigkeit. Damit meine ich im Grunde die Unabhängigkeit vom Staat oder eines Unternehmens. Ich würde sagen, konkret setze ich mich seit 2017 damit auseinander, wobei ich davon ausgehe, dass es mich bereits davor schon viele Jahre, unbewusst oder halbbewusst, begleitet hat.
Dieses Ziel, so habe ich über die Jahre gelernt, birgt so viele unterschiedliche Themen in sich. Man könnte damit nicht nur locker ein ganzes Buch füllen, sondern sich, wie ich es eben mache, sich viele Jahre lang damit auseinandersetzen; mal weniger, mal mehr. Es hört nie auf; Probleme, Ungereimtheiten und Anpassungen schießen wie Unkraut aus dem Boden. Und sobald man denkt, nun habe man das ganze Feld beackert, schiesst hier und da erneut Unkraut aus der Erde. Es will einfach nicht aufhören. Doch das ist normal. Es gehört zum Prozess dazu.
Mein Grund für finanzielle Unabhängigkeit spielte dabei die am wenigsten bedeutungsvollste Rolle. Sobald mir klar war, weshalb ich diese Unabhängigkeit erlangen möchte, gab es nicht den geringsten Zweifel mehr daran, dass ich alles dafür geben würde, bis ich es erreichen werde. Möge kommen was wolle. Oder wie Will Smith es sinngemäss einst ausdrückte: Wenn jemand mit mir in den Ring steigt gibt es nur zwei Möglichkeiten, entweder ich gehe als Sieger hervor oder man kann mich als toter aus dem Ring tragen.
Mir liegt viel daran, über Dinge selbst entscheiden zu können, wann, wo und wie ich es machen möchte. (Dinge = alles, was mir wichtig ist, wirklich alles; Kinder, Beziehung, Freunde, Reisen, Arbeitszeit, und und und). Letzten Endes geht es um Autonomie: Das Gefühl, Kontrolle über den Tag zu haben.
Bei der Vision haperte es in dem Sinne, dass ich zwar nie grobe Änderungen vornehmen musste, kleinere Anpassungen dafür oft notwendig waren. Eine Art leichte Kurskorrektur. Etwa die Frage, wie mein idealer Tag in naher wie auch ferner Zukunft aussehen soll. Oder etwas klarer: womit konkret ich Geld verdienen werde.
Sowohl die Prämisse als auch die Strategie erwiesen sich eindeutig als die härteren Nüsse, was übrigens bis heute gilt. Die Strategie sogar noch mehr wie die Prämisse.
Erst zur Prämisse: Wenn ich zB sage “Ich werde die finanzielle Unabhängigkeit erreichen, komme was wolle”, dann mag das zwar ernst gemeint sein (gerade in Bezug auf den Grund), kann in der Realität jedoch bedeuten, dass bei Widrigkeiten, welcher Art auch immer, plötzlich doch die Überzeugung fehlt.
Ich habe etwa die Erfahrung gemacht, dass die finanzielle Unabhängigkeit mit Frau und Kind das Ziel nicht vereinfachten. Im Gegenteil, ich sah mich gezwungen an allen möglichen Glaubenssätzen zu schrauben. Aus “Ich werde finanziell Unabhängig, komme was wolle” wurde “Ich werde finanziell Unabhängig, auch mit Frau und Kind”. Es sind durchaus nur Nuancen, doch genau auf diese kommt es eben an. Wer sich den ersten Satz verinnerlicht, kommt vielleicht zum Schluss, dass bestimmte Widrigkeiten, also zB Frau und Kind zu haben, sich als zu große Hürde erweisen. Das heisst nicht, dass man gar nicht mehr daran glaubt. Es bedeutet jedoch Unsicherheit dahingehend, ob es einem noch gelingt. Vermutlich ist das sogar schlimmer als zu wissen, dass man etwas nicht hinbekommt. Dieses hin-und-her raubt einem jede Menge Energie. Man weiss es einfach nicht, und studiert und grübelt. Das Zögern führt dazu, dass man sich immer stärker hinterfragt und dadurch noch tiefer in diese destruktive Spirale gerät. Doch eine Prämisse, was nichts anderes als ein Glaubenssatz ist, soll zu 100% verinnerlicht werden. Wie der Gläubige der an Gott glaubt. Oder der Baum im Wald. Entweder es gibt ihn oder es gibt ihn nicht. Eine Prämisse verlangt eindeutig Eindeutigkeit. Wem dies nicht gelingt, wird täglich mit einem Klotz am Bein gehen. Und das wegen ein paar Wörtern!
Angela Duckworth schreibt in ihrem Buch Grit, dass der Unterschied zwischen einem Optimisten und einem Pessimisten unter anderem darin besteht, dass Ersterer sich eher der Situation anzupassen weiss, während Letzterer schneller aufgibt, wenn ihm Steine in den Weg gelegt werden. Es gibt sogar Studien, die beweisen, dass Menschen Selbstaufgabe lernen können. Welche Ursachen dem zu Grunde liegen, lasse ich aussen vor. Fakt jedenfalls ist, und ich bin sehr froh darum, dass ich von meinem Optimismus profitiere.
Eine Strategie dient der Vision. Während die Vision mit Tinte geschrieben werden soll, empfiehlt sich für die Strategie die Benutzung eines Bleistifts.
Des Weiteren macht es aus meiner Sicht Sinn, den Begriff Strategie aufzuteilen. Zum einen geht es darum, womit dieses Ziel erreicht werden kann. Zum anderen, wie man dieses womit unterstützen kann. Womit bezieht sich aufs Geld verdienen, auf die Arbeit. Wie hingegen geht der Frage nach, was unternommen werden muss oder welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um dem womit gerecht zu werden.
Ich hatte Glück, so schnell ein womit gefunden zu haben. Mittels einer einfachen Kalkulation ermittelte ich die Punktzahl all meiner Interessen (sowohl bestehende als auch neue Hobbies), die ich vertiefen wollte. Die Hochzeitsfotografie hatte sich als die für mich beste Möglichkeit erwiesen, um die finanzielle Unabhängigkeit zu erreichen.
Eine kurze Randbemerkung: Wer wie ich tausend Interessen hat, dem wird es helfen, sich zu entscheiden. SCREENSHOT TABELLE Die definitive Wahl und der daraus entstehende Fokus wird einen nicht nur beruhigen, sondern auch schneller zum Ziel führen. Das bedeutet natürlich nicht, dass nach einem Jahr oder zwei die Wahl nicht neu überdenkt werden soll. Es heisst lediglich, sich im Moment nur auf etwas zu konzentrieren. Wenigstens für eine gewisse Periode sämtliche Ressourcen einem einzigen Ziel unterzuordnen.
Doch damit alleine ist es nicht getan. Ohne das wie bestand die Gefahr des ewigen Träumens. Und da ich unter meiner Familie und Freunden selbst als Träumer bekannt bin, setzte ich alle Hebel in Bewegung, um das wie so klar wie möglich zu definieren. Mein wie untersteht einem Prozess, der bis heute anhält. Wie bedeutet so konkret wie möglich (obwohl es stets immer noch konkreter geht: zB statt nur ‘täglich fotografieren’ könnte man sagen ‘täglich ein Foto mit einem Subjekt machen, bei dem Composition, Farbe oder etwas anderes für die Weiterentwicklung der eigenen Fähigkeiten im Fokus steht’). Die Täglich-1%-Besser-Methode sowie bewusstes Lernen sind wunderbare Tools, sie helfen das wie kontinuierlich zu verbessern.
Ein paar Beispiele zur Hochzeitsfotografie: Zeit mit erfahrenen Fotografen verbringen; täglich Fotografieren; Business Bücher lesen; bei professionellen Hochzeitsfotografen assistieren; und und und. Das übergeordnete Ziel lautet: Nie aufhören zu versuchen ein Meister in der Hochzeitsfotografie zu werden (was übrigens selbst wieder ein Teil des PVGS ist 😉).
Ich wusste also, womit ich mein übergeordnetes Ziel (finanzielle Unabhängigkeit) potenziell erreichen kann, mit der Hochzeitsfotografie. Der nächste Schritt bestand darin, die wichtigsten Aufgaben festzulegen. Nachdem ich diese ermittelt hatte, dachte ich zunächst: oh, wie leicht. Ich musste mich nur noch daran machen, die Aufgaben in Angriff zu nehmen, und dann würde sich meine Vision von alleine verwirklichen. Und obschon es Startschwierigkeiten gab, war ich sicher, dass mir die Umsetzung der Aufgaben am Ende spielerisch und locker gelingen wird.
Doch ich hatte offenbar wenig bis keine Erfahrung mit einem solchen Vorhaben. Ich hatte ja keine Ahnung. Und selbstverständlich hatte ich keine Geduld. Wer sich an dieser Stelle befindet, der hat besser ein gutes Warum. Praktisch keine konkrete Vorstellung davon, wie Planung und Ausführung eines grösseren Projektes effizient gelingt, geschweige denn überhaupt gelingt. Ich begann an meinen Fähigkeiten zu zweifeln; etwa fragte ich mich ständig, wie man Arbeit eigentlich organisiert; oder ob meine Ziele zu hoch gesteckt sind.
Erschrocken traf mich eine Erkenntnis: zum ersten Mal im Leben überhaupt verfolgte ich ein-mir-wichtiges-Ziel. Aus eigenem Antrieb. Etwas, was intrinsisch motiviert war.
Eigentlich hätte es mich nicht überraschen dürfen. Denn bis dahin hatte ich ja keine echten Träume. Keine Nennenswerten jedenfalls, eine solche Herausforderung war neu für mich. Im Nachhinein dachte ich schon bald: Was zum Teufel habe ich die ganze Zeit gemacht?
Jedenfalls liess ich nach dieser gewonnenen Erkenntnis als erstes gefühlt die halbe Welt als Input über mich ergehen: Ich habe viel gelesen (Bücher und Artikel) und mindestens so viel geschaut (Youtube-Videos und Internet-Workshops). Musste früher oder später aber damit beginnen, selbst Strategien und Methoden auszuprobieren. Eine alte Weisheit sagt ja “probieren geht über studieren”.
John Butcher (Gründer von Lifebook) hat sinngemäß einmal gesagt: jede Planung wird auf den Kopf gestellt, sobald diese auf die Realität trifft. Und dann müssen notwendigerweise Anpassungen vorgenommen werden, daran kommt kein Weg vorbei, es sei deshalb besser, man beginne bald mit der eigentlichen Arbeit, statt ewigs zu planen. Ähnliches hört und liest man von erfolgreichen Unternehmern: “Finished beats Perfect”, was so viel bedeutet wie “fertig-gemacht ist besser wie perfekt-geplant-aber-nicht-gemacht”.
Mein Erfahrungsschatz wuchs. Und es kam der Tag, an dem ich schließlich wusste: diese drei Strategien sind es! ein enorm wichtiger Meilenstein auf meinem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit.
Zum einen ist es die sechzig Prozent Regel, die ich im Buch High Performance Habits von Brendon Burchard gefunden habe. Die Regel besagt, dass sechzig Prozent deiner Arbeitszeit auf deine wichtigsten Projekte verwendet werden sollen. Sein eigenes Beispiel lautet: Wer Schriftsteller werden möchte, der muss täglich mindestens vier Stunden schreiben. Den Rest der Zeit verbringt man mit anderen Dingen, die zwar ebenfalls wichtig, aber eben weniger wichtig sind; zB eMails an Agenten schreiben; Bücher von anderen Autoren lesen; etc.
Zum zweiten hat mich einmal mehr Jon Butcher inspiriert, Gründer von Lifebook. Jeden Morgen, direkt nach dem Aufstehen, widmet er sich seinem wichtigsten Projekt zu, um bis zum Mittag daran zu arbeiten. Und zwar jeden Tag.
Zum dritten: Brian Tracy, Autor von Eat a Frog. Im Grunde beschreibt er dasselbe wie John: Arbeite nur an einem Projekt, und zwar so lange bis es fertig ist.
Eigentlich ist es weder das eine noch das andere, vielmehr die Kombination der drei Methoden. Sozusagen habe ich das beste genommen, und meine eigene Variante daraus entwickelt, die Prio 1 Methode. Und ich kann vorwegschicken: sie ist nicht nur genial, sie funktioniert auch! So wende ich sie konkret an: Mindestens zwei bis drei Stunden an drei Tagen die Woche direkt nach der Morgenroutine am jeweils wichtigsten Projekt arbeiten; zB Sales Skripts schreiben, Kundenprozesse entwickeln, Website gestalten, etc. Das ist nicht wahnsinnig viel, sechs bis neun Stunden pro Woche, aber immerhin. Nicht vergessen: es handelt sich hier nicht um dringende Angelegenheiten, sondern um wichtige Projekte, die man nur allzu gerne auf die lange Bank schiebt. So gesehen sind dann 24 bis 36 Stunden pro Monat enorm viel. Vor allem wenn ich es mit dem vergleiche, was ich früher getan habe. Ich jedenfalls bin froh, heute mehr zu agieren, statt zu reagieren; statt immer nur eMails zu beantworten, setze ich heute meine Träume in die Tat um.
Wie zuvor bereits erwähnt: Es ist wichtig, seine Strategien und Methoden zu überdenken und weiterzuentwickeln. Nicht aus Zwang, sondern weil es dies erfordert. Wenn ich heute noch an meiner ersten Strategie festhalten würde, dann wäre ich zwar vorwärts gekommen, behaupte ich, jedoch mit kleineren Schritten.
Stay committed to your decision, but stay flexible in your approach. Tonny Robbins
Interkonnektivität zwischen Kategorien
- Lebensvision
- Spiritualität
- Emotionen & Psychologie
- Intellekt
- Gesundheit & Fitness
Letzte Worte
Letztlich zählt nur das, was wir tun, denn ein Plappermaul ist man schnell einmal. Wer handelt, der bewirkt. Und wenn wir in dem wirken, was uns wichtig ist, umso besser. Die PVGS Methode erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass wir uns-wichtige-Dinge auch tun, statt nur zu Träumen. Wir wandeln uns vom Träumer zum Traum-Verwirklicher.
Wer sich mit dieser Methode für eine längere Zeit befasst oder zumindest von ihr begleitet wird, kommt nicht umhin, festzustellen, dass alle vier Teilbereiche (Prämisse. Vision. Grund. Strategie.) engstens miteinander verwoben sind und sich gegenseitig beeinflussen.
Es sind die kleinen wie auch die grossen Dinge davon betroffen. Frühmorgens aufzustehen (etwas kleines) ist von der PVGS Methode genauso betroffen wie die Karriere (etwas großes). Dies geschieht sowohl bewusst als auch halb- und sogar teilweise ganz unbewusst. Sorge dafür, dass Du nicht blind durch die Welt gehst. Ich ermuntere alle dazu, bewusster zu leben, sei es im Kleinen wie auch im Grossen. Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls von Nathaniel Branden ist ein dazu passendes Buch, das ich nur wärmstens empfehlen kann. Vor allem die Übungen dazu, die nur wenig Zeitaufwand erfordern, aber mit grösster Wahrscheinlichkeit zu mehr Bewusstsein führen. Lebe bewusster in allen Bereichen Deines Lebens, und nutze die PVGS Methode, um Deine Träume zu Verwirklichen, im Kleinen wie auch im Grossen.
Übrigens: Ohne die PVGS Methode gäbe es diesen Blog wahrscheinlich nicht.
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