← Alle Briefe Brief · 16. November 2022 · 17 Minuten Lesezeit

Warum der Verzicht auf News sowohl gut als auch schlecht ist

Kategorie

Gesellschaft & Politik

Titel

xy. Warum der Verzicht auf News sowohl gut als auch schlecht ist. Der Schock als ich aus der Höhle gekrochen kam.

Keywords

Intro

PVGS

Prämisse

👎 Von

👍 Zu

Vision

Grund

Strategie

Meine Erfahrungen

👍 Positive Aspekte

👎 Negative Aspekte

Persönliche Story

Interkonnektivität zwischen Kategorien

Letzte Worte

Zitat

wo der fokus liegt, fliesst energie.

Text

Intro

News = Informationen, die jeden Bürger angehen müssten, da deren Inhalt mittel- oder unmittelbar mit unserem tägliche Leben zusammenhängt. In anderen Worten: Entscheidungen, die von Seiten der Politik oder anderweitig machtvollen Positionen (Führungsmitglieder von grossen Unternehmen oder reichen Personen) getroffen werden, und die das Leben jedes Bürgers beeinflussen. Im Guten wie im Schlechten.

Es ist nicht so, dass man den Politischen News nicht aus dem Weg gehen könnte, wenngleich gefühlt an jeder Ecke und in jedem Youtube -Video potenziell Gehirnwäsche lauert (mit Gehirnwäsche meine ich jegliche Form von Beeinflussung, sei es nun die lokale Tageszeitung, die einem etwas über eine bevorstehende Wahl mitteilen, oder dem kritischen, investigativen Journalisten, der über einen ökologischen Skandal berichten möchte. Wobei hier anzumerken ist, dass Youtube je länger desto weniger für Letzteres gilt, leider).

Aber: Man hat immer eine Wahl. Erstens gibt es genügend Tools, etwa jenes mit dem man seine persönlichen Youtube-Algorithmen umgehen kann, womit man, jedes Mal, wenn man auf Youtube geht, auf eine neutrale Erscheinung trifft; wo einem die eigene Denk-Blase nicht ständig vor den Latz geknallt wird. Zweitens kann ich das, was ich täglich, also etwas das zur Gewohnheit wurde, durchbrechen. Oder anders formuliert: Ich kann Gewohnheiten bewusst in Frage stellen. Muss ich zum Beispiel täglich up-to-date sein was das Weltgeschehen anbelangt? Braucht der Mensch das überhaupt? Und richtet sich der Mensch womöglich selbst mehr schaden an, als dass er davon profitiert?

Ich startete einen Selbstversuch. Ende Frühling 2020 bis Sommer 2021 verzichtete ich auf jegliche News. Damit ich mich auf meine eigenen Probleme sowie Wünsche und Ziele fokussieren konnte. Denn, wenn ich die Welt ein Stück besser machen möchte, muss ich bei mir beginnen.

PVGS

Prämisse

👎 Von

👍 Zu

Vision

Grund

Strategie

Meine Erfahrungen

👍 Positive Aspekte

Intellektuelle Vertiefung, indem ich längere Interviews schaue sowie Bücher lese. Die politische Auseinandersetzung ist trotz Verzicht auf News sehr wohl möglich. Etwa in Form von politischen Sachbücher. Es gibt Dutzende Bücher über gesellschaftspolitische Themen. News sind ja nichts weiter als eine komprimierte Dosis an Meinung einer Handvoll Menschen. Warum nicht also meine eigene bilden?

Wer der Meinung ist, Trump sei ein unmöglicher Präsident gewesen, der möge sich vielleicht mal in die x-millionen US-Amerikaner hinein versetzen. Ich behaupte nicht, dass Trump ein Charmeur ist, eher eine Art Macho. Aber es ist schon interessant, wenn man die Fakten anschaut und zB Trump mit Obama vergleicht, etwa die Kriegseinsätze; da steht der eine ja auf einmal gar nicht besser da. Aber darum geht es nicht …

Oder Putin, ist das nicht der Teufel? Warum sich nicht mal mit Geopolitischen Themen auseinandersetzen, etwa die Nato-Osterweiterung, um dann zu verstehen, dass der eigentliche Aggressor der Westen und nicht Russland ist. Wäre es also nicht angebrachter, zuerst den eigenen Stall auszumisten bevor man auf andere zeigt?

Oder Bill Gates, um ein aktuelles Beispiel zu nehmen. Wenn einige sagen, Bill Gates sei unser Retter der Welt, während andere meinen, er sei der schlimmste Kapitalist, dann wäre es vielleicht ratsam, sich erstmal in der Mitte anzusiedeln. Denn nur von der Mitte aus kann ich zu beiden Seiten schauen. Und mir so eine eigene Meinung bilden. Es nutzt wenig, wenn ich eine andere Meinung kopiere und dies und jenes verkünde, ohne im Grunde Bescheid zu wissen.

Liest doch mal 3,4 Sachbücher über ihn und seine Themen; am besten eines von ihm selbst, von einer neutralen Person und dann von zwei eher kritischen Stimmen. Dann schaut euch 4,5 längere Interviews mit/über ihn an; hier auch wieder, wo er selbst spricht und dann solche, die ihm gegenüber einen eher kritischen Ton anschlagen. Ich finde es jedenfalls faszinierend, dass es dermassen extrem unterschiedlichen Meinungen zu einer einzigen Person geben kann; die einen, die von einem Genie sprechen, und andere, die ihm Grössenwahn vorwerfen.

Was ich mit Sicherheit weiss, ist, dass er über sehr viel Geld verfügt (er ist aktuell der viertreichste Mensch der Welt). Und Geld bedeutet Macht. Ganz gleich erstmal, wofür man sie nutzt.

Bei Bill Gates kommt mir übrigens gerade der Halo-Effekt in den Sinn. Stichwort: Philantrophie.

Emotionale Gelassenheit, indem ich mich nicht genötigt fühle, über alles und jeden eine Meinung zu haben. Wer täglich von der Impfung liest, der kann gar nicht anders als darüber nachzudenken; sei es nun bewusst oder unbewusst. Fakt ist, dass man sich dem kaum entziehen kann. Und dies verursacht schliesslich Stress, was weniger Gelassenheit im Alltag bedeutet. Und wer möchte sich schon bei jedem Abendessen über vorgekaute Themen auslassen? Und wenn, dann scheint es mir klüger, die Themen selber zu wählen, über die man sich austauschen möchte; zB über einen Roman, eine TV-Serie oder eine Doku diskutieren, oder was die Kinder neues gelernt haben. Oder einfach nur Jazz im Hintergrund laufen lassen und sich lustige Sachen erzählen :)

Gelassenheit sowie Fokus und Konzentration auf meine Projekte und Ziele, indem ich Stressverursacher vermeide. Wenn mich die Impfung zu sehr beschäftigt, dann lasse ich das Thema ruhen (eine Art Time-Out über mehrere Tage oder Wochen genügt je nach dem bereits). Jedenfalls gelingt es mir so, über mehrere Tage hinweg an einem Projekt zu arbeiten, ohne zwischendurch an Stressverursacher denken zu müssen. Ich versuche mich also nicht im Kreis zu drehen oder den Hamster im Hamsterrad zu spielen. Solchen Time-Outs habe ich es zu verdanken, wenn ich Projekte erfolgreich und ohne Nervenzusammenbruch durchgebracht habe.

Positives Bewirken, indem ich meiner Familie ein friedliches und ruhiges Zuhause biete. Denn meine Familie ist das A und O. Wenn ich meiner Familie nicht das geben kann, was sie braucht und verdient, dann liegt es an mir, etwas daran zu ändern.

Wenn ich mich in der Mitte befinde und Ruhe einkehrt, fühlt es sich einfach viel besser an; auch für das Umfeld. Was salopp klingen mag, meine ich in Wahrheit hochphilosophisch.

👎 Negative Aspekte

Aufwachen in der Dystopie. Ich spreche von Covid-1984. Übertrieben? Na ja, wer sich schon mal mit dem Nobelpreisträger Daniel Kahneman beschäftigt hat, zB also sein Buch “Schnelles Denken langsames Denken” gelesen hat (es zählt übrigens nicht umsonst zu den wichtigsten Büchern der letzten Jahrzehnte), und kritisch denkt, der wird mir recht geben, dass ein ganz bestimmter sogenannter “Bias” hier wunderbar sitzt. Nämlich der Konservatismus-Bias.

“Aus dem Englischen übersetzt-In der kognitiven Psychologie und Entscheidungswissenschaft ist Konservatismus oder konservatistische Voreingenommenheit eine Voreingenommenheit, die sich auf die Tendenz bezieht, den eigenen Glauben unzureichend zu revidieren, wenn neue Beweise vorgelegt werden. Wikipedia

SCREENSHOT

Die Lupe auf etwas bestimmtes zu richten (zB auf den Konservatismus-Bias) kann unter Umständen natürlich hilfreich sein, nämlich dann, wenn etwas Neues plötzlich Schlagzeilen macht und die Welt in Aufruhr versetzt, über eine gewisse Zeitperiode jedoch immer wie mehr Erkenntnisse gemacht werden, die dann aber auch zur Kenntnis genommen werden respektive verbreitet werden müssen. Und hier spreche ich von der Tatsache, dass während meinem Nachrichten-Winterschlaf, der über ein Jahr dauerte, Abertausende renommierte (darunter auch zahlreiche Nobelpreisträger!) Ärzte, Virologen, Epidemiologen, usw. Alarm geschlagen haben und es eine Pandemie, wie täglich in den Hauptmedien (Tageszeitungen, welche man an Kiosken findet, Radio sowie öffentlich-rechtliches Fernsehen) verlautbart wird, gar nicht existiere. Und alles mit fachspezifischen, authentischen Begründungen. Wow. Meine kognitive Dissonanz war gleich um ein hundertfaches gestiegen. Es war ein wirklicher Schock für mich. Natürlich beschäftigte ich mich schon vorher kritisch mit Medien und Propaganda (zB Edward Bernays. Propaganda oder Gustave Le Bon. Psychologie der Massen oder Ulrich Teusch. Lückenpresse), aber dieses Ausmass ... davon musste ich mich erstmal erholen. Und Familie und Freunden erzählen. Aber davon nahm ich mehr oder weniger schnell wieder Abstand. Wer sich spalten lässt, ist selbst schuld.

Es fängt beim nicht-für-die-Massentauglichen-PCR-Test an und hört bei der notfall-zugelassenen-Impfung auf. Obwohl es so viel mehr dazu zu sagen gäbe, gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Denn hier ist nicht der richtige Ort dafür. Ich möchte nur diese eine Quelle nennen und höflich darum bitten, sich mindestens fünf Artikel, Videos oder Podcasts zu Gemüte zu führen nichtohneuns.de. Auf dessen Website heisst es zuoberst: “Hier ist die Kur, falls Sie zumindest mal 250 Oppositionelle Stimmen verkraften können.” Man darf dann gerne von einer Quelle zur nächsten springen. Aber ich warne ausdrücklich von einem gewaltigen Anstieg an kognitiver Dissonanz.

Ich sage nicht, dass alle die Wahrheit sagen, aber ich behaupte, hier stinkt der Fisch vom Kopf. Aber gewaltig.

Es gibt natürlich Dutzende weitere Psychologische Phänomene, oder besser gesagt Tatsachen, die eine jede Position, also auch meine, schwach aussehen lassen kann. Das kann allerdings auch als Totschlagargument verwendet werden, und solche mag ich nicht; es lässt für meinen Geschmack zu viel Passivität zu. Obschon es die Wahrheit nicht gibt, gibt es sie durchaus schon. Ich denke da an Hannah Arendt’ Tatsachenwahrheit. Und dann denke ich an den PCR-Test, der nicht für die Infektionsdiagnostik gedacht ist.

Aktion bedeutet Antwort; Aktivität bedeutet Reaktion.

Im Zweifelsfall kann man sagen: Ich weiss es nicht, dieses Thema ist neu für mich. Das wäre dann eine Antwort.

Persönliche Story

Ein kritischer Zeitgenosse ist nicht immer gern gesehen, manchmal sogar unerwünscht. Ein neugieriger Zeitgenosse kann anspruchsvoll, ja sogar unbequem sein, maximal auf die Nerven gehen. Was aber, wenn man sowohl neugierig als auch kritisch ist? Es ist jene Kombination aus Zweifel und Hartnäckigkeit, woraus sich neue Wege ergeben. Und zwar über sämtliche Lebensbereiche hinweg. Es geht hier keinesfalls nur um Politik. Wobei die Politik insofern ein spezieller Bereich ist, als es um das Zusammenleben aller Menschen geht; also um die Übereinkunft von Regeln, Rechten und Pflichten. Wenn Person X eine Dreierbeziehung führt, muss mich das nicht interessieren. Genauso geht es mich nichts an, ob Person Y fünf Mal wöchentlich Sport treibt, sich Vegan ernährt, wie viele Kinder jemand hat, usw. (obschon das natürlich auch direkte Auswirkungen auf Umwelt und Mitmenschen hat, etwa wenn man täglich zwei Mal Fleisch ist oder vier Kinder hat).

Also, welchen nutzen hat es, wenn ich das Leben anderer durcheinander bringe, sie in eine kognitive Dissonanz versetze? Oder anders gesagt: Welche Gründe habe ich eigentlich, und woher nehme ich mir das Recht? Es sind dies zwei Dinge. Erstens: Persönliche Betroffenheit. Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. Jean-Jacques Rousseau Besonders vor dem Hintergrund des Nürnberger Kodex, der besagt, dass alle, jedoch vor allem vulnerable Menschen (zB Kinder) besonders, geschützt werden müssen vor medizinischen Experimenten; an ihnen darf niemals wieder medizinisch experimentiert werden. Zurzeit laufen gerade die offiziellen Studien, viele sind erst Ende 2023 abgeschlossen, wobei ich hier nicht weiter darauf eingehe, denn alleine dieses Thema der Impfstudien verdient mindestens 10 A4 Seiten. Ausser, dass ich wiederhole: Dies ist ein weltweites Experiment. Ein Schelm, wer böses denkt. (Randbemerkung: Ich habe nicht geschrieben, dass die Impfung 50% der Bevölkerung dahinrafft.) An dieser Stelle könnte man zurecht einwenden, aber es sterben so viele Menschen! Ja, das stimmt, und das ist tragisch. Leid und Tod sind tragisch.

Daher mein zweiter Einwand, weshalb ich in meinem persönliche Umfeld einen Aufschrei mache: Unverhältnismäßigkeit. Manchmal sind die Dinge gar nicht so schwer oder komplex, wie man zunächst glaubt. Besonders zu Covid-1984 ähnlichen Zeiten. Hier genügt ein Blick auf die offiziellen Daten (BAG. Bundesamt für Gesundheit): Nur 0.0019%!!! aller Corona Todesfälle in der Schweiz Menschen unter 40 Jahre. Und 90% aller Todesfälle sind 80 oder älter.

Stichwort: Bequemlichkeit. Oder: Andere haben echte Probleme, nicht wie wir. Oder: Lass mich in Ruhe, es ist doch alles gut (oder soll wieder so werden wie früher).

Zuletzt möchte ich noch kurz auf drei Punkte eingehen respektive eigentlich nur streifen, womit ich in den letzten Wochen und Monaten im Zusammenhang mit Covid persönlich konfrontiert wurde. Zwar akzeptiere ich jene Einwände / Meinungen, keinesfalls jedoch bin ich damit einverstanden.

Mittlerweile sollte jedem kritischen, mitfühlendem Menschen klar sein, dass der, wie von den meisten, jedoch nicht allen, Ländern, eingeschlagene Weg aufgrund von Covid falsch ist. Die Unverhältnismäßigkeit ist sogar unfassbar. Man muss es so sagen: Es ist abartig.

Und auch hier kann ich teilweise nachvollziehen, woher dieser Gedanke respektive die Motivation rührt: Das Ego. Auch ich könnte mich ja einfach Impfen, und sodann wieder ins Kino, usw. gehen. Aber das sind nicht meine Werte.

Interkonnektivität zwischen Kategorien

Letzte Worte

Dieser Artikel ist, wen überrascht es, ziemlich Covid-lastig. Ich habe einiges gelernt; über mich und andere Menschen. Vor allem aber bin ich eines geworden, wenn auch über Umwege, resilienter.

Abschliessend:

Beim Konformisum macht der Mensch, was andere Menschen machen. (man könnte auch "Bequemheit", “Angst” oder “Unsicherheit” sagen).

Beim Totalitarismus macht der Mensch, was andere Menschen ihm sagen, was er zu machen hat. (man könnte auch "Gehorsam", “Angst” oder “Bequemheit” sagen).

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