Warum der Verzicht auf News sowohl gut als auch schlecht ist
Kategorie
Gesellschaft & Politik
Titel
xy. Warum der Verzicht auf News sowohl gut als auch schlecht ist. Der Schock als ich aus der Höhle gekrochen kam.
Keywords
- xy
Intro
PVGS
Prämisse
👎 Von
👍 Zu
Vision
Grund
Strategie
Meine Erfahrungen
👍 Positive Aspekte
👎 Negative Aspekte
Persönliche Story
Interkonnektivität zwischen Kategorien
Letzte Worte
Zitat
wo der fokus liegt, fliesst energie.
Text
Intro
News = Informationen, die jeden Bürger angehen müssten, da deren Inhalt mittel- oder unmittelbar mit unserem tägliche Leben zusammenhängt. In anderen Worten: Entscheidungen, die von Seiten der Politik oder anderweitig machtvollen Positionen (Führungsmitglieder von grossen Unternehmen oder reichen Personen) getroffen werden, und die das Leben jedes Bürgers beeinflussen. Im Guten wie im Schlechten.
Es ist nicht so, dass man den Politischen News nicht aus dem Weg gehen könnte, wenngleich gefühlt an jeder Ecke und in jedem Youtube -Video potenziell Gehirnwäsche lauert (mit Gehirnwäsche meine ich jegliche Form von Beeinflussung, sei es nun die lokale Tageszeitung, die einem etwas über eine bevorstehende Wahl mitteilen, oder dem kritischen, investigativen Journalisten, der über einen ökologischen Skandal berichten möchte. Wobei hier anzumerken ist, dass Youtube je länger desto weniger für Letzteres gilt, leider).
Aber: Man hat immer eine Wahl. Erstens gibt es genügend Tools, etwa jenes mit dem man seine persönlichen Youtube-Algorithmen umgehen kann, womit man, jedes Mal, wenn man auf Youtube geht, auf eine neutrale Erscheinung trifft; wo einem die eigene Denk-Blase nicht ständig vor den Latz geknallt wird. Zweitens kann ich das, was ich täglich, also etwas das zur Gewohnheit wurde, durchbrechen. Oder anders formuliert: Ich kann Gewohnheiten bewusst in Frage stellen. Muss ich zum Beispiel täglich up-to-date sein was das Weltgeschehen anbelangt? Braucht der Mensch das überhaupt? Und richtet sich der Mensch womöglich selbst mehr schaden an, als dass er davon profitiert?
Ich startete einen Selbstversuch. Ende Frühling 2020 bis Sommer 2021 verzichtete ich auf jegliche News. Damit ich mich auf meine eigenen Probleme sowie Wünsche und Ziele fokussieren konnte. Denn, wenn ich die Welt ein Stück besser machen möchte, muss ich bei mir beginnen.
PVGS
Prämisse
👎 Von
- News lesen (Zeitung, Internet, ganz gleich was), Lokale Angelegenheiten und Weltgeschehen täglich mitverfolgen ist ein Muss, ja eine Bürgerpflicht.
- Ich kann mich den News ohnehin nicht entziehen.
- Ohne News kann ich nicht mitsprechen. Mir ist es peinlich, wenn ich an einem Tischgespräch nichts zu sagen habe.
- Die Welt (die Gesellschaft) wird untergehen, wenn ich keine News konsumiere. Ich übertreibe hier ein wenig, oder auch nicht, mehr dazu später.
- Wer einen hohen Intellektuellen Anspruch an sich selbst legt, der kommt nicht um News herum. Schliesslich geht es bei den meisten News-Themen im Kern um den Menschen und die Politik. Politik = Gestalten des Zusammenlebens mehrerer Menschen. Oder wie auf Wikipedia zu lesen: “Politik bezeichnet die Strukturen (Polity), Prozesse (Politics) und Inhalte (Policy) zur Regelung der Angelegenheiten eines Gemeinwesens, etwa eines Staates oder einer Verwaltungseinheit, durch verbindliche und auf Macht beruhende Entscheidungen.”
- Der Tag hat 24 Stunden. Es ist also genügend Zeit vorhanden, um auch News zu konsumieren.
👍 Zu
- Ich kann auch ohne News-Konsum (ja, das ist es, Konsum!) die Welt ein Stück besser machen.
- Ich kann News sehr wohl aus dem Weg gehen.
- Ich höre einfach zu. Ich muss nicht ständig reagieren. Und wenn, dann gebe ich eine Antwort.
- Die Welt (die Gesellschaft) geht nicht unter.
- Sich intellektuell verausgaben kann auch der, der Bücher liest und/oder schwierige Themen behandelt und sich darin vertieft.
- Es liegt an mir, wie Ich meine Zeit einteile und wofür ich diese nutze. Das Leben ist kurz.
Vision
- Ich möchte 60 und mehr Bücher im Jahr lesen.
- Ich möchte mehr Gelassenheit in meinem Leben.
- Ich möchte mehr Fokus auf meine Projekte und Ziele.
- Ich möchte mehr Positives bewirken.
Grund
- Meine persönliche Entwicklung liegt mir am Herzen. Genau wie meine Familie sowie meine Emotionen.
Strategie
- Die Zeit, wofür ich sonst auf News verwendet hatte, verwende ich nun auf Bücher. Statt morgens 30 Minuten Zeitungen zu lesen, lese ich 30 Minuten Bücher.
Meine Erfahrungen
👍 Positive Aspekte
Intellektuelle Vertiefung, indem ich längere Interviews schaue sowie Bücher lese. Die politische Auseinandersetzung ist trotz Verzicht auf News sehr wohl möglich. Etwa in Form von politischen Sachbücher. Es gibt Dutzende Bücher über gesellschaftspolitische Themen. News sind ja nichts weiter als eine komprimierte Dosis an Meinung einer Handvoll Menschen. Warum nicht also meine eigene bilden?
Wer der Meinung ist, Trump sei ein unmöglicher Präsident gewesen, der möge sich vielleicht mal in die x-millionen US-Amerikaner hinein versetzen. Ich behaupte nicht, dass Trump ein Charmeur ist, eher eine Art Macho. Aber es ist schon interessant, wenn man die Fakten anschaut und zB Trump mit Obama vergleicht, etwa die Kriegseinsätze; da steht der eine ja auf einmal gar nicht besser da. Aber darum geht es nicht …
Oder Putin, ist das nicht der Teufel? Warum sich nicht mal mit Geopolitischen Themen auseinandersetzen, etwa die Nato-Osterweiterung, um dann zu verstehen, dass der eigentliche Aggressor der Westen und nicht Russland ist. Wäre es also nicht angebrachter, zuerst den eigenen Stall auszumisten bevor man auf andere zeigt?
Oder Bill Gates, um ein aktuelles Beispiel zu nehmen. Wenn einige sagen, Bill Gates sei unser Retter der Welt, während andere meinen, er sei der schlimmste Kapitalist, dann wäre es vielleicht ratsam, sich erstmal in der Mitte anzusiedeln. Denn nur von der Mitte aus kann ich zu beiden Seiten schauen. Und mir so eine eigene Meinung bilden. Es nutzt wenig, wenn ich eine andere Meinung kopiere und dies und jenes verkünde, ohne im Grunde Bescheid zu wissen.
Liest doch mal 3,4 Sachbücher über ihn und seine Themen; am besten eines von ihm selbst, von einer neutralen Person und dann von zwei eher kritischen Stimmen. Dann schaut euch 4,5 längere Interviews mit/über ihn an; hier auch wieder, wo er selbst spricht und dann solche, die ihm gegenüber einen eher kritischen Ton anschlagen. Ich finde es jedenfalls faszinierend, dass es dermassen extrem unterschiedlichen Meinungen zu einer einzigen Person geben kann; die einen, die von einem Genie sprechen, und andere, die ihm Grössenwahn vorwerfen.
Was ich mit Sicherheit weiss, ist, dass er über sehr viel Geld verfügt (er ist aktuell der viertreichste Mensch der Welt). Und Geld bedeutet Macht. Ganz gleich erstmal, wofür man sie nutzt.
Bei Bill Gates kommt mir übrigens gerade der Halo-Effekt in den Sinn. Stichwort: Philantrophie.
Emotionale Gelassenheit, indem ich mich nicht genötigt fühle, über alles und jeden eine Meinung zu haben. Wer täglich von der Impfung liest, der kann gar nicht anders als darüber nachzudenken; sei es nun bewusst oder unbewusst. Fakt ist, dass man sich dem kaum entziehen kann. Und dies verursacht schliesslich Stress, was weniger Gelassenheit im Alltag bedeutet. Und wer möchte sich schon bei jedem Abendessen über vorgekaute Themen auslassen? Und wenn, dann scheint es mir klüger, die Themen selber zu wählen, über die man sich austauschen möchte; zB über einen Roman, eine TV-Serie oder eine Doku diskutieren, oder was die Kinder neues gelernt haben. Oder einfach nur Jazz im Hintergrund laufen lassen und sich lustige Sachen erzählen :)
Gelassenheit sowie Fokus und Konzentration auf meine Projekte und Ziele, indem ich Stressverursacher vermeide. Wenn mich die Impfung zu sehr beschäftigt, dann lasse ich das Thema ruhen (eine Art Time-Out über mehrere Tage oder Wochen genügt je nach dem bereits). Jedenfalls gelingt es mir so, über mehrere Tage hinweg an einem Projekt zu arbeiten, ohne zwischendurch an Stressverursacher denken zu müssen. Ich versuche mich also nicht im Kreis zu drehen oder den Hamster im Hamsterrad zu spielen. Solchen Time-Outs habe ich es zu verdanken, wenn ich Projekte erfolgreich und ohne Nervenzusammenbruch durchgebracht habe.
Positives Bewirken, indem ich meiner Familie ein friedliches und ruhiges Zuhause biete. Denn meine Familie ist das A und O. Wenn ich meiner Familie nicht das geben kann, was sie braucht und verdient, dann liegt es an mir, etwas daran zu ändern.
Wenn ich mich in der Mitte befinde und Ruhe einkehrt, fühlt es sich einfach viel besser an; auch für das Umfeld. Was salopp klingen mag, meine ich in Wahrheit hochphilosophisch.
👎 Negative Aspekte
Aufwachen in der Dystopie. Ich spreche von Covid-1984. Übertrieben? Na ja, wer sich schon mal mit dem Nobelpreisträger Daniel Kahneman beschäftigt hat, zB also sein Buch “Schnelles Denken langsames Denken” gelesen hat (es zählt übrigens nicht umsonst zu den wichtigsten Büchern der letzten Jahrzehnte), und kritisch denkt, der wird mir recht geben, dass ein ganz bestimmter sogenannter “Bias” hier wunderbar sitzt. Nämlich der Konservatismus-Bias.
“Aus dem Englischen übersetzt-In der kognitiven Psychologie und Entscheidungswissenschaft ist Konservatismus oder konservatistische Voreingenommenheit eine Voreingenommenheit, die sich auf die Tendenz bezieht, den eigenen Glauben unzureichend zu revidieren, wenn neue Beweise vorgelegt werden. Wikipedia”
SCREENSHOT
Die Lupe auf etwas bestimmtes zu richten (zB auf den Konservatismus-Bias) kann unter Umständen natürlich hilfreich sein, nämlich dann, wenn etwas Neues plötzlich Schlagzeilen macht und die Welt in Aufruhr versetzt, über eine gewisse Zeitperiode jedoch immer wie mehr Erkenntnisse gemacht werden, die dann aber auch zur Kenntnis genommen werden respektive verbreitet werden müssen. Und hier spreche ich von der Tatsache, dass während meinem Nachrichten-Winterschlaf, der über ein Jahr dauerte, Abertausende renommierte (darunter auch zahlreiche Nobelpreisträger!) Ärzte, Virologen, Epidemiologen, usw. Alarm geschlagen haben und es eine Pandemie, wie täglich in den Hauptmedien (Tageszeitungen, welche man an Kiosken findet, Radio sowie öffentlich-rechtliches Fernsehen) verlautbart wird, gar nicht existiere. Und alles mit fachspezifischen, authentischen Begründungen. Wow. Meine kognitive Dissonanz war gleich um ein hundertfaches gestiegen. Es war ein wirklicher Schock für mich. Natürlich beschäftigte ich mich schon vorher kritisch mit Medien und Propaganda (zB Edward Bernays. Propaganda oder Gustave Le Bon. Psychologie der Massen oder Ulrich Teusch. Lückenpresse), aber dieses Ausmass ... davon musste ich mich erstmal erholen. Und Familie und Freunden erzählen. Aber davon nahm ich mehr oder weniger schnell wieder Abstand. Wer sich spalten lässt, ist selbst schuld.
Es fängt beim nicht-für-die-Massentauglichen-PCR-Test an und hört bei der notfall-zugelassenen-Impfung auf. Obwohl es so viel mehr dazu zu sagen gäbe, gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Denn hier ist nicht der richtige Ort dafür. Ich möchte nur diese eine Quelle nennen und höflich darum bitten, sich mindestens fünf Artikel, Videos oder Podcasts zu Gemüte zu führen nichtohneuns.de. Auf dessen Website heisst es zuoberst: “Hier ist die Kur, falls Sie zumindest mal 250 Oppositionelle Stimmen verkraften können.” Man darf dann gerne von einer Quelle zur nächsten springen. Aber ich warne ausdrücklich von einem gewaltigen Anstieg an kognitiver Dissonanz.
Ich sage nicht, dass alle die Wahrheit sagen, aber ich behaupte, hier stinkt der Fisch vom Kopf. Aber gewaltig.
Es gibt natürlich Dutzende weitere Psychologische Phänomene, oder besser gesagt Tatsachen, die eine jede Position, also auch meine, schwach aussehen lassen kann. Das kann allerdings auch als Totschlagargument verwendet werden, und solche mag ich nicht; es lässt für meinen Geschmack zu viel Passivität zu. Obschon es die Wahrheit nicht gibt, gibt es sie durchaus schon. Ich denke da an Hannah Arendt’ Tatsachenwahrheit. Und dann denke ich an den PCR-Test, der nicht für die Infektionsdiagnostik gedacht ist.
Aktion bedeutet Antwort; Aktivität bedeutet Reaktion.
Im Zweifelsfall kann man sagen: Ich weiss es nicht, dieses Thema ist neu für mich. Das wäre dann eine Antwort.
Persönliche Story
Ein kritischer Zeitgenosse ist nicht immer gern gesehen, manchmal sogar unerwünscht. Ein neugieriger Zeitgenosse kann anspruchsvoll, ja sogar unbequem sein, maximal auf die Nerven gehen. Was aber, wenn man sowohl neugierig als auch kritisch ist? Es ist jene Kombination aus Zweifel und Hartnäckigkeit, woraus sich neue Wege ergeben. Und zwar über sämtliche Lebensbereiche hinweg. Es geht hier keinesfalls nur um Politik. Wobei die Politik insofern ein spezieller Bereich ist, als es um das Zusammenleben aller Menschen geht; also um die Übereinkunft von Regeln, Rechten und Pflichten. Wenn Person X eine Dreierbeziehung führt, muss mich das nicht interessieren. Genauso geht es mich nichts an, ob Person Y fünf Mal wöchentlich Sport treibt, sich Vegan ernährt, wie viele Kinder jemand hat, usw. (obschon das natürlich auch direkte Auswirkungen auf Umwelt und Mitmenschen hat, etwa wenn man täglich zwei Mal Fleisch ist oder vier Kinder hat).
Also, welchen nutzen hat es, wenn ich das Leben anderer durcheinander bringe, sie in eine kognitive Dissonanz versetze? Oder anders gesagt: Welche Gründe habe ich eigentlich, und woher nehme ich mir das Recht? Es sind dies zwei Dinge. Erstens: Persönliche Betroffenheit. Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. Jean-Jacques Rousseau Besonders vor dem Hintergrund des Nürnberger Kodex, der besagt, dass alle, jedoch vor allem vulnerable Menschen (zB Kinder) besonders, geschützt werden müssen vor medizinischen Experimenten; an ihnen darf niemals wieder medizinisch experimentiert werden. Zurzeit laufen gerade die offiziellen Studien, viele sind erst Ende 2023 abgeschlossen, wobei ich hier nicht weiter darauf eingehe, denn alleine dieses Thema der Impfstudien verdient mindestens 10 A4 Seiten. Ausser, dass ich wiederhole: Dies ist ein weltweites Experiment. Ein Schelm, wer böses denkt. (Randbemerkung: Ich habe nicht geschrieben, dass die Impfung 50% der Bevölkerung dahinrafft.) An dieser Stelle könnte man zurecht einwenden, aber es sterben so viele Menschen! Ja, das stimmt, und das ist tragisch. Leid und Tod sind tragisch.
Daher mein zweiter Einwand, weshalb ich in meinem persönliche Umfeld einen Aufschrei mache: Unverhältnismäßigkeit. Manchmal sind die Dinge gar nicht so schwer oder komplex, wie man zunächst glaubt. Besonders zu Covid-1984 ähnlichen Zeiten. Hier genügt ein Blick auf die offiziellen Daten (BAG. Bundesamt für Gesundheit): Nur 0.0019%!!! aller Corona Todesfälle in der Schweiz Menschen unter 40 Jahre. Und 90% aller Todesfälle sind 80 oder älter.
Stichwort: Bequemlichkeit. Oder: Andere haben echte Probleme, nicht wie wir. Oder: Lass mich in Ruhe, es ist doch alles gut (oder soll wieder so werden wie früher).
Zuletzt möchte ich noch kurz auf drei Punkte eingehen respektive eigentlich nur streifen, womit ich in den letzten Wochen und Monaten im Zusammenhang mit Covid persönlich konfrontiert wurde. Zwar akzeptiere ich jene Einwände / Meinungen, keinesfalls jedoch bin ich damit einverstanden.
- Erstens: Vertraue den Politikern. Sich nicht um das Zusammenleben der Gesellschaft zu kümmern respektive dies den Politikern zu überlassen (was durchaus nicht falsch ist), ist eine Form der Bequemlichkeit (mich eingeschlossen), bringt aber Probleme mit sich, wenn Teile der Gesellschaft aus dem öffentlichen, kulturellen Leben plötzlich ausgeschlossen werden (weil nicht geimpft); oder der Zugang zumindest erschwert wird (zB Kosten für Tests). Was macht eine schwangere Frau im Winter, die sich nicht impfen lassen will, weil man ja auch keine Medikamente während der Schwangerschaft einnehmen soll, wenn sie mit ihrem zweijährigen Kind zur Stärkung gerne in ein Kaffeehaus gehen würde, aber nicht darf. Ist das schon Apartheid, also Getrennheit, wie es wörtlich heisst (mein Vergleich mag überzogen erscheinen, ich denke jedoch, heutige Entscheide sollten wir stets in Weiser Vorausschau treffen, denn die Geschichte zeigt, dass eingeschlagene Wege manchmal nur schwer rückgängig zu machen sind) Ist es nicht ein wenig naiv, den Politikern einfach zu vertrauen? Muss man da nicht eingreifen, wenn einen das Gefühl beschleicht, hier stimmt etwas nicht? Etwa in Form demokratischer Partizipation (In der Familie debattieren, Stimmzettel in die Urne werfen, usw.) Sollen wir den Politikern wirklich blind vertrauen, gerade Politikern? Es ist ja wünschenswert, wenn man Vorbilder und Personen des öffentlichen Lebens hat, denen man vertraut. Ich selbst habe genügend davon; sie berichten, klären auf, dienen einem als Vorbild, sie geben Orientierung und Halt, usw. Allerdings gibt es ein wesentliches Merkmal an Politikern. Eine intellektuelle Person des öffentlichen Lebens ist nicht dasselbe, wie etwa ein Politiker, der schlichtweg entscheiden muss, und zwar zB ein Bundesrat für 8 Millionen Menschen. Ergo: Menschen, die über andere Menschen entscheiden, also de facto (potenziell) willkürliche Macht ausüben können (im Unterschied zu Vorbildern, deren Macht zwar ebenfalls auf mich wirken kann, jedoch nicht willkürlich, denn ich kann mich auch dagegen entscheiden, sofern mir dies klar ist), sollte man streng auf die Finger schauen. Nicht nur zum eigenen Wohl, sondern aus der Bürgerpflicht heraus, für die Mitmenschen, für zukünftige Generationen. Aber ich verstehe diesen Einwand durchaus, Menschen und auch Politikern zu vertrauen. Schliesslich hat man ja noch ein Leben, das gelebt werden will. Absolut!
- Zweitens: Andere haben echte Probleme. Ja, andere haben andere, schlimmere Probleme. Anderen geht es be***. Also, lassen wir alles bleiben, wie es ist und wie es immer sein wird, bei uns in der guten Schweiz. Stillstand ist Tod. Darf sich ein Millionär dieser Logik folgend also nicht traurig fühlen, wenn seine Frau stirbt? Oder darf ein Jugendlicher in der Schweiz, der von der eigenen Familie ausgestossen wird, der von Heim zu Heim geschickt wird, praktisch keine perspektiven im Leben mehr hat, keine Depressionen, Suizidalen Gedanken haben, weil ja alle fünf Sekunden Kinder an Hunger sterben und wir in der Schweiz nicht annähernd Hungerprobleme kennen? (Apropos. Eine Randbemerkung: UNICEF schlägt Alarm. Unter anderem heisst es in diesem Bericht: «Während der Covid-19-Pandemie hält sich bis heute die Vorstellung, dass Kinder kaum von der Krankheit betroffen sind. Nichts könnte weniger zutreffen», erklärte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. «Kinder können erkranken und das Virus verbreiten. Doch das ist nur die Spitze des Eisbergs der Pandemie. Die Unterbrechung lebenswichtiger Hilfen und Dienstleistungen sowie steigende Armutsraten sind die grössten Bedrohungen für Kinder. Je länger die Krise andauert, desto gravierender sind ihre Auswirkungen auf Bildung, Gesundheit, Ernährung und Wohlbefinden der Kinder. Die Zukunft einer ganzen Generation ist in Gefahr.» «Weltweit sind bis Mitte des Jahres schätzungsweise 150 Millionen Kinder zusätzlich in mehrdimensionale Armut gerutscht, ohne Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung, Nahrung, sauberem Wasser und sanitären Einrichtungen.») Trotzdem dürfen wir diesen Vergleich nicht ziehen. Das wäre ein Fehler. Wir können nicht die einen retten wollen (zB eine 85-jährige Frau), während wir die anderen opfern (zB ein Jugendlicher, der sich letztlich umbringt, weil er mit seinem Leben nicht zurecht kommt aber keinen Platz in einer psychiatrischen Einrichtung bekommt, weil diese überfüllt und überlastet sind). Aber natürlich verstehe ich auch hier, worum es in Wahrheit geht. Um Dankbarkeit. Und das stimmt. Uns geht es im Verhältnis gut. Und dafür sollten wir wirklich dankbar sein.
- Drittens: Lass uns X (zB Impfen) machen, damit wir Y (zB Freiheit) bekommen; ich will nur noch ein bisschen Tanzen; lass mich spielen; ins Fitness gehen; Kaffee trinken; ans Meer fahren; lass-dich-auch-impfen-dann-hast-du-die-freiheit-wieder-und-dann-wird-alles-wieder-normal; blablabla … Ich würde nie behaupten, ich sei nicht auch manchmal angepasst oder pragmatisch veranlagt (zB wenn man zu fünft Auswärts Essen gehen möchte und es um die Wahl des Restaurants geht). Aber bestimmt bin ich kein konformist. Wenn es sein muss, und das muss es leider oft, schwimme ich gegen den Strom. Nicht aus einem Heroismus heraus, sondern weil ich dies für die bessere Wahl halte. Was ist die bessere Wahl? Hier höre ich auf mein Bauchgefühl, meine Intuition, nenne man es, wie man möchte. Jedenfalls entscheide ich selbst. Mit diesem Punkt bin ich dann ganz besonders nicht einverstanden, weil es ein wenig heuchlerisch anmutet, ganz nach dem Motto: Komm, mach es für die Gesellschaft …
Mittlerweile sollte jedem kritischen, mitfühlendem Menschen klar sein, dass der, wie von den meisten, jedoch nicht allen, Ländern, eingeschlagene Weg aufgrund von Covid falsch ist. Die Unverhältnismäßigkeit ist sogar unfassbar. Man muss es so sagen: Es ist abartig.
Und auch hier kann ich teilweise nachvollziehen, woher dieser Gedanke respektive die Motivation rührt: Das Ego. Auch ich könnte mich ja einfach Impfen, und sodann wieder ins Kino, usw. gehen. Aber das sind nicht meine Werte.
Interkonnektivität zwischen Kategorien
- Emotionen
- Intellekt:
- parenting:
- Quality of life:
- karriere:
Letzte Worte
Dieser Artikel ist, wen überrascht es, ziemlich Covid-lastig. Ich habe einiges gelernt; über mich und andere Menschen. Vor allem aber bin ich eines geworden, wenn auch über Umwege, resilienter.
Abschliessend:
Beim Konformisum macht der Mensch, was andere Menschen machen. (man könnte auch "Bequemheit", “Angst” oder “Unsicherheit” sagen).
Beim Totalitarismus macht der Mensch, was andere Menschen ihm sagen, was er zu machen hat. (man könnte auch "Gehorsam", “Angst” oder “Bequemheit” sagen).
- Zitat, jeweils zuoberst.
- Intro.
- PVGS.
- Positive Aspekte.
- Meine Erfahrungen. Über PVGS meine Gedanken äussern.
- Eigene Story, ein konkreter Moment herausstreichen.
- Interkonnektivität zwischen Kategorien.
- Letzte Worte.
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