Ich fühle mich zum ersten Mal mit Menschen verbunden
Richtig gelesen: Ich fühle mich zum ersten Mal mit Menschen verbunden. Aber nicht grundsätzlich, sondern bei der Arbeit.
Thema im letzten Text war Autonomie, und inwiefern sie zu meinem Glück bei der Arbeit beiträgt.
Zur Erinnerung, was Cal Newport darüber schreibt:
Drei psychologische Faktoren werden vorausgesetzt, schreibt Cal Newport in seinem Buch So Good They Can’t Ignore You, um eine hohe Motivation am Arbeitsplatz oder auch anderswo zu erreichen. Es handelt sich um drei intrinsische Zutaten.
Ich habe versucht zu begründen, warum ich Autonomie als die wichtigste der oben genannten drei Zutaten sehe.
Schließlich sorgt Autonomie dafür, dass wir A) die Kompetenzen freier wählen können, die wir für wichtig erachten, und auch wie viel Zeit wir mit der Entwicklung derer verbringen. Und B) führt uns Autonomie eher zum Gefühl der Zugehörigkeit, als dass es umgekehrt der Fall wäre.
Nun, worauf möchte ich hinaus?
Darauf, dass das Streben nach Autonomie mich schließlich zum Gefühl der Zugehörigkeit führt. Oder wie ich letzte Woche geschrieben habe:
Zugehörigkeit scheint mir tatsächlich das letzte Element, zweifellos, ein wichtiges, aber eines, das sich ergibt, wenn man den Fokus auf Autonomie und Kompetenz legt.
Beispiel 1: Als Hochzeitsfotograf bekomme ich immer wieder wunderbares Feedback. Das ist keine Angeberei 😅 Ich versuche hiermit nur meinen Punkt zu verdeutlichen.
Denn ohne mein übergeordnetes Ziel, die finanzielle Unabhängigkeit, Stichwort: Autonomie, wäre ich wohl gar nicht auf den Gedanken gekommen, mich als Hochzeitsfotografen zu versuchen.
Durch die Bedürfnis nach mehr Autonomie also bin ich zu mehr Verbundenheit gelangt.
Jedenfalls überraschen mich die Feedbacks noch immer. Sie sind sozusagen unbeabsichtigt. Ich vergesse es bisweilen sogar, bis ich wieder eines bekomme, was wunderschön ist.
Dabei habe ich mir nie das Ziel gesetzt, nach dem Motto: Ich will mich mit Menschen verbunden fühlen. Sondern erst geschaut, was möchte ICH, und inwiefern ich einen guten Beitrag leisten kann.
Nur DAS hat dazu geführt, dass ich mich bei der Arbeit verbundener fühle, und nicht umgekehrt.
Das zweite Beispiel, bei dem ich Verbundenheit fühle, sind die vielen tollen Interviews, die ich zurzeit im Rahmen meiner Recherche für einen Kurs führe. Es sind ehrliche, offene Gespräche mit ambitionierten, vielseitig-interessierten Eltern, die von ADHS betroffen sein können oder auch nicht, und/oder hochsensibel sind oder auch nicht.
Selbstverständlich habe ich mich schon zuvor mit Menschen bei der Arbeit verbunden gefühlt. Doch niemals wegen der Arbeit.
Vielleicht regt sich beim einen oder anderen ein Mitleidsgefühl, weil mir diese Freude lange verwehrt blieb. Ich sehe das ähnlich, würde aber noch hinzufügen: lieber spät wie nie! 😄
Fakt ist: Arbeit kann Spaß machen und dich mit Menschen verbinden!
Wie ist das bei dir? Stimmen Autonomie, Kompetenz und Zugehörigkeit? Fühlst du dich verbunden, wenn du deiner Arbeit nachgehst? Ich wünsche es mir für dich.
❌ Meine weiteren Highlights der Woche
🗣 Intellekt: Letztens ist mir mal wieder ein alter bekannter Gedanke gekommen. Es geht so: Wenn ich über Person A spreche, sei es gut oder schlecht, spricht da jemand auch über mich, (eher gut oder schlecht)? Was sprechen die? Verdiene ich es, dass sie so über mich sprechen? Und verdienen andere, dass ich so über sie spreche? Hilft das der Menschheitsfamilie, wie Daniele Ganser sagen würde? Verbinde ich oder treibe ich einen Keil? Sowohl Kritik als auch Klatsch und Tratsch sind wichtige Elemente der menschlichen Psyche, zweifellos. Doch wo ist die Grenze? Kurzum: Ich versuche mir immer wieder selbst klarzumachen, dass Worte nicht nur abstrakt-potenziell-gefährlich, sondern effektiv Schaden anrichten können. Amen.
✍️ Life Vision / Emotionen & Psychologie: Ein elf-minütiges YouTube Video, das zeigt, welches Potenzial im Niederschreiben von-was-auch-immer liegt. Ein muss-Video!
🧑🏫 Karriere: Ein genialer zehn Sekunden MBA von Tom Chi. Gehört im Mindvalley Podcast How to Think Like Google. Der zehn Sekunden MBA geht so: 1) Was machst du gerne, von dem andere profitieren? 2) Verkaufe dieses Produkt mit Cashflow. Ha! Genial.
🪙 Finanzen: Es gibt ja unzählige Spartipps. Zwei, die ich selbst nutze, sind: 1) Günstiges Handy & Internet Abo, und 2) Gratisausflug ins Museum, zB immer jeden ersten Sonntag des Monats ist in den meisten Museen in Basel der Eintritt den ganzen Tag gratis. Auch jeweils abends in der letzten Stunde sind die meisten Museen frei zugänglich.
⛪️ Gesellschaft & Politik: Jordan Peterson spricht bei Joe Rogan über ein alternatives WEF. Warum ich das wichtig finde? Es gibt viele Gründe. Kurz und allgemein gesagt: Pluralität ist die Basis der besten aller schlechten Staatsformen, der Demokratie. Nun, das WEF ist wohl kein Staatsbetrieb, jedoch ein wichtiger Player, wenn es um die “Formung” der Menschen, der Welt, der Ideologien usw. geht.
PS: Meine Website macht wieder Schwierigkeiten. Irgendeine alte Version ist jetzt live, was definitiv falsch ist. Wieder mal ein perfektes Beispiel dafür, um zu zeigen, was alles hinter Dingen steckt, die man sonst gar nicht mitbekommt, und über die erfolgreichen Menschen (Sportler, Unternehmer usw.) immer wieder sprechen. Klar ist es leicht, eine Website zu erstellen, eine Domain zu kaufen, einen Server zu finden oder den Dienstleister zu wechseln (was genau bei mir nun Probleme verursacht) usw. Aber man! ist das mühsam, wenn es ständig irgendetwas gibt, das Probleme verursacht, die kein Mensch möchte 🙈
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