← Alle Briefe Brief · 19. März 2025 · 2 Minuten Lesezeit

Gedanken über meine Gewohnheiten

Ich habe wieder mal über meine Gewohnheiten nachgedacht.

Vieles mache ich bereits richtig. Und trotzdem gibt es Tage, an denen es einfach nicht läuft.

Warum?

Nun, es gibt viele Gründe. Einer davon: meine zu hohen Erwartungen. Es muss genau so sein, nichts anderes, genau so viel - nicht weniger.

Ich bin unflexibel und es kommt mir vor, als sei ich dickköpfig.

Aber statt mich darüber zu ärgern und das Entweder-oder Spiel zu spielen, habe ich einen Ansatz genutzt, der mir zwar längstens bekannt ist, aber nicht immer von mir angewendet wurde.

Kennst du das auch? Du weisst etwas, kennst die Theorie dazu, wendest es jedoch nicht an. Oder nicht mehr. Oder zu selten.

Wie auch immer, hier worum es geht (damit du deine Gewohnheiten öfter und vor allem leichter umsetzen kannst):

Start. Scale back. Backup.

Zwei Beispiele:

1. Lesen

Ich möchte mehr lesen und plane, täglich 20 Minuten zu lesen.

📌 Start: Buch aufschlagen

📌 Scale back: 1 Seite lesen

📌 Backup: 10 Minuten lesen

Lese ich immer 20 Minuten? Nein. Aber ich lese. Und das ist der Punkt. Ich etabliere eine Routine, indem ich klein anfange.

Und wenn gar nichts geht, dann schnappe ich mir einfach das Buch, schlage es auf und fühle mich gut.

2. Sport

Ich möchte mehr Sport treiben und plane, täglich 20 Minuten ein Workout zu absolvieren.

📌 Start: Matte ausrollen

📌 Scale back: 1 Push-up

📌 Backup: 100 Push-up

Mache ich jeden Tag ein 20-Minuten-Workout? Nein. Aber ich bin körperlich tätig. Und das ist der Punkt. Ich etabliere eine Routine, indem ich klein anfange.

Das Prinzip ist simpel: Es gibt keinen Null-Tag mehr.

Ich tue immer etwas, selbst wenn es nur das Minimum ist.

Und das Verrückte? Gerade an den Tagen, an denen ich dachte, es geht nichts, habe ich oft mehr geschafft als erwartet.

Also: Starte klein, selbst wenn es lächerlich scheint. Denke nicht zu viel nach. Tu es einfach. Und feiere dich!

Vielleicht hilft dir das auch.

PS: Dieses Konzept stammt von dem Stanford-Wissenschaftler und Verhaltensforscher B.J. Fogg und seinem Buch Tiny Habits.

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