Über die Magie des Waldes
Der Wald ist ein magischer Ort.
Ja, ich denke, wir sollten mehr Zeit im Wald verbringen. Sowohl Kinder als auch Erwachsene. Wer Das letzte Kind im Wald? und Three Simple Steps liest, wird dem auch nicht widersprechen.
Studien sind nicht mal notwendig, obwohl es diese zur Genüge gibt. Die eigene Erfahrung reichen. Oder wie Einstein einst sagte:
Nicht alles, was zählt, kann man zählen, und nicht alles, was man zählen kann, zählt.
Ein durchdachter Einsatz der Natur kann eine geeignete Therapieform für ADHS und andere psychische Störungen sein. Ein Wissenschaftler formulierte es so: Kinder benötigen Schlaf, gute Ernährung und Natur.
Und das gilt nicht nur für Kinder. Alle Menschen sollten die Natur als Mittel gegen Stress betrachten. Selbst wenn es nur der Garten ist.
Weiter heißt es in Das letzte Kind im Wald?:
Naturdefizit-Störung beschreibt die menschlichen Kosten der Entfremdung von der Natur, darunter: verringerte Sinneserfahrungen, Aufmerksamkeitsprobleme und ein höheres Maß an körperlichen und emotionalen Erkrankungen.
Ich weiß mit Sicherheit, dass die Natur mich gleichzeitig beruhigt, fokussiert und meine Sinne erregt.
Nochmals: Eigentlich braucht es keine wissenschaftlichen Beweise dafür. Wer eine Stunde ohne elektronischen Geräte im Wald verbringt, der wird sich ganz bestimmt besser fühlen.
Aber es geht sogar noch darüber hinaus. Studien zeigen noch so viel mehr:
- Etwa dass Patienten mit einem Blick in den Garten oder auf Bäume früher entlassen wurden, wie Patienten, die auf eine Mauer schauen mussten, wenn sie aus dem Fenster blickten.
- Ähnliches zeigte sich bei Gefängnisinsassen: Wer zum Innenhof blickte statt auf das Land hinaus, wurde zu 24 Prozent öfter krank.
- Eine Studie in Dänemark vergleich zwei Kindergärten. Einer ist ein Natur-Kindergarten, wo die Kinder den ganzen Tag draußen spielen. Und ein “normaler” Indoor-Kindergarten. Jene Kinder im Natur-Kindergarten waren aufgeweckter und körperlich geschickter.
Ich zweifle keine Sekunde daran.
Sowohl in Das letzte Kind im Wald? als auch in Three Simple Steps werden viele Beispiele von Menschen beschrieben, die transzendentale Momente in der Natur erleben. Als ob viele Fäden zusammenkommen würden.
Auch daran zweifle ich keine Sekunde.
Ich erlebe es ja selbst!
Geh nach Draußen, egal ob es regnet oder die Sonne scheint! Wenn Du schon länger an einem Problem herumnörgelst erst recht. Die Natur befreit dich. Sie zeigt Dir Lösungen. Vertraue darauf.
In Das letzte Kind im Wald? werden am Ende des Buches einige Ideen beschrieben, was wir mit unseren Kindern (aber auch allein als Erwachsene) konkret in der Natur machen können. Hier meine Top-Fünf:
- Dem Kind helfen, ein verborgenes Universum zu entdecken. Nehmen Sie ein Brett und stellen Sie es auf ein Stück freien Erdboden. Kehren Sie nach zwei, drei Tagen zurück, und sehen Sie nach, was sich nun alles darunter verbirgt.
- Setzen Sie sich unter einen Baum und versuchen Sie die Geräusche der Tiere nachzumachen.
- Bauen Sie Schneemänner und Iglus.
- Nachts eine Autofahrt machen und auf einer Nebenstraße mit dem Scheinwerferlicht vorsichtig die Tiere beobachten. Vor allem, wenn es tagsüber warm war und geregnet hatte. Sie entdecken Kröten, Salamander oder andere Tiere.
- Sammeln Sie Steine.
Wir sollten die Natur als Partner nutzen, sagt Richard Louv, um die Familienbindung zu stärken.
Oder wie Trevor Blake sagt: Verbringe 1 Stunde wöchentlich in der Natur. Und finde dort die Matrix. Die Matrix? Ja, die Matrix. Die Matrix findest Du nicht am Bildschirm, sondern in der Natur.
Ich verbringe zwar viel Zeit draußen, gehe nach dem Mittagessen oft spazieren, und komme deshalb durchschnittlich auf knapp 15’000 Schritte am Tag. Und trotzdem fehlt mir der Wald und die Ruhe. Deshalb habe ich ab dieser Woche fix einen Termin mit dem Wald, für eine Stunde, ohne Hörbuch oder Podcast usw. Einfach nur ich allein und der Wald.
Wieder einmal komme ich zum Schluss: Weniger ist mehr. Oder: Simple but not easy.
Ich kann die beiden Bücher wärmstens empfehlen (beides 9/10 Bücher).
Wie ist das bei Dir, wie viel Zeit verbringst Du in der Natur, im Wald?
❌ Meine weiteren Highlights der Woche
🤓 Intellekt: Ich bin über folgenden Satz gestolpert und finde ihn hervorragend!
Wenn wir nicht für das, was wir wollen, Opfer bringen, wird das, was wir wollen, zum Opfer.
Lese es nochmals.
✌️ Gesellschaft & Politik: Dieser kurze Text ist treffend für die Zeit, in der wir leben.
🎧 Quality of Life: Musik kann einfach richtig geil sein. Tim Ferriss hat in seinem Newsletter dieses Stück beworben. Und wirklich, es ist einfach richtig geil. Kopfhörer aufsetzen, Augen schließen, und die Drums und Bässe genießen.
❤️ Liebesbeziehung: Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Partner keine Zeit für sich nimmt, dann gebe ihr diese. Trete ihm oder ihr sanft in den Hintern und sorge dafür, dass sie sich etwas Wohltuendes gönnen, zB einen Shopping-Tag oder in die Sauna gehen.
🧘 Emotionen & Psychologie: Wenn Dich negative Emotionen überkommen und Du nicht damit klarkommst, dann versuche es doch mal mit der RAIN Methode von Tara Bach. Eine leicht zugängliche Möglichkeit, sich selbst, und vor allem rasch, in eine bessere emotionale Verfassung zu bringen. Ich habe es schon zwei Mal versucht, und die Methode hilft wirklich. Die Schwierigkeit, wenn man so will, ist nur, dass man auch daran denken muss.
⚡️ Spiritualität: Dieser Podcast mit Kenneth Soares musst Du Dir unbedingt anhören. Absolut Empfehlenswert. Ich höre seit einigen Monaten die Affirmationen von Kenneth Soares auf Insight Timer. Weil diese so genial sind, wollte ich mehr über Kenneth Soares erfahren. Das Interview ist einfach Spitze.
Kennst du solche Wochen auch?
Dann lass uns reden. 30 Minuten, zwei Eltern mit demselben Alltag. Oder hol dir den nächsten Brief direkt ins Postfach.
Termin aussuchen Briefe abonnieren