← Alle Briefe Brief · 15. Mai 2023 · 3 Minuten Lesezeit

Lese ich zuviel?

Die Kraft der Umsetzung.

Neulich habe ich einen Podcast gehört, da erzählte ein Dreißigjähriger aus Deutschland, wie er zu seiner ersten Million gekommen ist.

Im Grunde habe ich drei Phasen durchlaufen.

  1. Erst habe ich gelauscht.
  2. Dann war ich inspiriert.
  3. Und am Ende war ich verblüfft.

Ich kann ganz genau sagen, was mich verblüfft hat.

Es verblüfft mich noch immer.

Und es verblüfft mich sogar noch mehr, wenn ich mir überlege, dass er gar nicht lange darüber gesprochen hat, sondern eher am Rande erwähnte.

Er hat nie Bücher gelesen, und tut es, wenn ich ihn richtig verstanden habe, auch heute nicht.

Stattdessen besucht er viele Masterminds, Seminare, Workshops und dergleichen.

Diese kosten auch eine Batzen Geld, wie er selbst sagt.

Zwei hat er herausgestrichen.

Aber! Und jetzt kommt es.

Er hat ALLES 1:1 umgesetzt.

Alles, was er bei Gary Vee und Russell Brunson gelernt hat, hat er umgesetzt.

Das hat mein Hirn ziemlich ins Rattern gebracht.

Meine erste Überlegung: ok, dieser Typ hat offenbar eine Leseschwäche (oder keine Lust oder Faszination dafür, wie auch immer).

Meine zweite Überlegung: Dennoch ist er Millionär geworden.

Meine dritte Überlegung: Und warum ist das so? Ganz einfach: Weil er zu 100 % ausführt!!!

Danach bin ich ein paar Bücher durchgegangen, die ich in den letzten drei, vier Jahren gelesen hatte. Und war dann SCHOCKIERT!!

Schockiert, wie wenig ich umgesetzt habe.

Ich weiß zwar viel, habe aber wenig umgesetzt.

Was zum …

Lese ich umsonst?

Ernsthaft? Habe ich so wirklich so wenig umgesetzt?

Verstecke ich mich, wenn ich lese?

Wenn ja, wovor?

Oder war/ist das mein Dopamin-Kick?

Oder wie Alex Hormozi sagt, “Mental Masturbation”.

Puh, harter Tabak …

Nun, ich kenne den Spruch “Wissen allein ist nutzlos, nur angewandtes Wissen ist etwas wert.” schon länger. Doch selten hat es mir so eingefahren.

Ich beziehe mich hier übrigens hauptsächlich auf Business/Karriere Themen.

Und ja, selbstverständlich muss ich freundlich zu mir sein. Aber auch ehrlich (Stichwort Selbstcoaching). Und manchmal bedeutet es, gnadenlos mit sich ins Gericht zu gehen.

Gnadenlos auf eine freundliche Art. (Irgendwo habe ich das letztens gelesen, weiß aber nicht mehr wo.)

Das ist der perfekte Übergang zu meinen Schlussgedanken:

Mein Fazit: Ich lese nicht zu viel. Werde zukünftig jedoch mehr und zielgerichteter umsetzen.

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