Sam Lei.
Brief · Essay · 3 Minuten · 27. März 2023

Lektionen vom Militär für die Familie

Entweder wir übernehmen Verantwortung oder sonst tut es niemand. EINE Person hat alles verändert.

Chaotischer Flur spätabends, Kinderschuhe und Trottinett durcheinander, ein Paar grosse Schuhe ordentlich hingestellt
EINE Person hat alles verändert.

Ja, wir können auch vom Militär lernen.

Das Buch Extreme Ownership von Jocko Willink & Leif Babin trägt ihre wichtigsten Erkenntnisse vom Irak-Einsatz ab 2006 zusammen. Die beiden U.S. Navy SEALS, heute unter anderem als Berater für Unternehmen tätig, zeigen, wie Erfolg (egal in welchem Bereich) davon abhängt, ob wir für unser Handeln Verantwortung übernehmen oder nicht.

Extreme Ownership.

Radikale Verantwortung.

Egal, ob du nun ein Sonderkommando befehligst, Chef eines kleinen Unternehmens, Captain einer Basketball-Mannschaft oder Mutter von zwei Kindern bist.

DU als Einzelperson hast immensen Einfluss darauf, was dein Team, deine Einheit, deine Familie usw. zu leisten imstande ist. Besonders dann, wenn du eine Führungsrolle innehast.

Wir führen nicht nur ein Team bei der Arbeit.

Wir führen auch unsere Ehe, Familie, Sport-Mannschaft usw.

Und ob du das Militär nun gut oder schlecht findest, spielt insofern keine Rolle, als die hier genannte Lektion wahr ist, und zwar unabhängig vom Kontext.

Die Erkenntnis ist so faszinierend, dass ich es teilen möchte. Und hoffentlich wirst du es nie mehr vergessen. Wie die Aladin-Lampe, die geöffnet wird.

Aber lese selbst. Hier das Beispiel.

Die Lektion spielt in der sogenannten Höllenwoche, das zum Aufnahmeprogramm der U.S. Navy Seals gehört, wo die Teilnehmenden an ihre mentalen Grenzen gelangen. Soweit der Hintergrund.

Aber das ist nur ein Aspekt. Ein anderer ist die Fähigkeit, ein Team zu führen. Und darum geht es heute.

Also: Mehrere Boote treten zum Rennen an. Jedes Boot hat eine Führungsperson sowie mehrere Mitglieder.

Boot zwei gewinnt ein Rennen nach dem anderen, während Boot sechs jeweils abgeschlagen letzter wird.

Der Leader von Boot sechs ist überzeugt davon, dass sein Team nichts taugt. Er bringt eine Ausrede nach der Anderen, die teilweise sogar legitim sind, zumindest nicht aus der Luft gegriffen.

zB sagt er: Person A befolgt meine Instruktionen nicht. Person B ist zu wenig schnell. Person C gibt zu schnell auf. Person D hat mehr Erfahrung. Usw.

Statt jedoch radikale Verantwortung zu übernehmen, schiebt er die Schuld äußeren Umständen zu.

Für ihn ist und bleibt klar: Mit diesem Team ist kein Honigtopf zu gewinnen.

Dann tauschen die Instruktoren die beiden Führungspersonen von Boot zwei und sechs.

Der Leader von Boot zwei schimpft erst, doch dann nimmt er die Herausforderung an, fortan ein “schlechteres” Team zu führen.

Danach machen die Instruktoren eine faszinierende Beobachtung.

Falls du um zwei, drei Ecken denken kannst, dann weißt du, was nun folgt.

Genau, Boot sechs (Loser-Boot) gewinnt inzwischen ein Rennen nach dem anderen, während Boot zwei (Champion-Boot) nicht mehr gewinnt.

Verstanden? Wirklich?

EINE Person hat alles verändert.

Das ganze Team. Und den Ausgang des Rennens.

Nochmals: Das Loser-Boot wurde zum Champion-Boot!! OBWOHL das Team (mit Ausnahme auf die Führungsperson) gleich geblieben ist; exakt dieselben Menschen, Qualifikationen, Stärken, Schwächen usw.

Wie zuvor erwähnt, in meinen Augen ein klassischer Fall von Mindset. Überall tritt es auf. Die einen nennen es Extreme Ownership, andere radikale Verantwortung usw. Im Kern bedeutet alles das gleiche, es geht darum, dass DU Verantwortung für-was-auch-immer-trägst, denn DU kannst über Sieg und Niederlage entscheiden.

Keine Ausreden mehr.

Gib nicht auf.

Sei überzeugt, auch wenn vielleicht zurzeit nicht alles rosarote-Blume ist.

Und vor allem: gib nicht anderem die Schuld; nicht deinen Eltern, deinem ADHS, deinem knappen Geld, deinen Kinder-die-nicht-schlafen, deinem A*-Chef, deiner Gesundheit usw.

Entweder wir übernehmen Verantwortung oder sonst tut es niemand.

Also, willst du die Person sein, die alles verändert, zB in deiner Familie! 🤯💪

Ich bekomme Gänsehaut, während ich das schreibe.

Ohne Witz, ich hoffe dir wird bewusst, und zwar so schnell wie möglich, dass DU nicht nur verantwortlich für dein Leben bist, sondern auch für deine Familie, dein Team usw.

DU. DU. DU.

Gib nicht anderen die Schuld. Sei kein Loser. Sei ein Champion.

Vorausgesetzt du willst dein Leben und das deiner Mitmenschen zum Besseren wenden … Wenn nicht, dann beklage dich aber auch nicht.

Mir ist klar, dass das etwas Hardcore anmutet. Trotzdem: Ich unterschreibe diese Denkweise zu 100 Prozent.

Wie ist deine Einstellung dazu? Zuckst du gleich zusammen, wenn du das liest, weil du es für Schwachsinn oder übertrieben hältst, oder bestärkt das deine Überzeugung?

Sam
Samuel Lei Vater von zwei Kindern, ADHS spät diagnostiziert.
Ich gehe denselben Weg.

P.S. Willst du wissen, wo du gerade stehst? Der Selbst-Check: 5 Minuten, Ergebnis sofort, ohne E-Mail.

Was du mitnimmst.

01

„Wir führen nicht nur ein Team bei der Arbeit. Wir führen auch unsere Ehe, Familie, Sport-Mannschaft usw."

02

„DU kannst über Sieg und Niederlage entscheiden."

03

„Gib nicht anderen die Schuld. Sei kein Loser. Sei ein Champion."

Zum Start: „Sieben Morgen"

Sieben Morgen. Jeden Morgen ein Brief. Jeden Tag eine Sache, die du umsetzen kannst.

Ich habe aus über 90 Briefen die sieben ausgewählt, die bei Eltern mit ADHS am meisten bewegt haben. Du bekommst sie an sieben Morgen hintereinander, kurz genug für einen Kaffee. Danach schreibe ich dir einmal pro Woche.

Das hat gerade nicht geklappt. Versuch es nochmals oder schreib mir an kontakt@samlei.ch.

Du kannst dich jederzeit wieder abmelden, mit einem Klick.
Selbst-Check · 5 MinutenWas bremst dich gerade?Bei Eltern mit ADHS ist es fast immer eine von vier Bremsen: Energie, Klarheit, Erlaubnis oder Struktur. Zwölf Sätze, und du siehst, welche dich gerade am stärksten bremst.Zum Selbst-Check → Gespräch · 30 MinutenDu musst das nicht alleine sortieren.Zwei Eltern, die denselben Alltag kennen. Du erzählst, ich frage nach. Via Google Meet, du musst nichts vorbereiten.Termin aussuchen →
Zwei weitere Briefe, die dazu passen Über die Kunst, Verantwortung zu übernehmenDeep Dive · 22 Min. Niemand wird dich erlösenImpuls · 2 Min.
Der nächste Brief. Direkt ins Postfach. Briefe abonnieren