← Alle Briefe Brief · 3. Juli 2023 · 10 Minuten Lesezeit

Klarheits-Kickstarter-Workshop für Business & Karriere

Vorweg: der Workshop war ein voller Erfolg; die investierte Zeit hat sich definitiv gelohnt.

Nicht nur ich teile diese Meinung, sondern auch meine Schwester bestätigt sinngemäß, dass der Workshop ihr geholfen hat, ihre berufliche Zukunft klarer zu sehen.

“Klarheits-Kickstarter-Workshop für Business & Karriere”, lautet der etwas ausgefallen geratene Name.

Doch der Name ist Programm! 🤓

6h dauerte der Workshop.

Mich erstaunt es immer wieder, wie wenig tatsächlich erforderlich ist, um mehr Klarheit zu erlangen.

Hierbei handelt es sich zwar lediglich um einen Bruchteil dessen, was man tun kann, um im Leben mehr Klarheit zu erlangen.

Doch irgendwo muss man anfangen.

Also, warum dieser Workshop?

Die Kurzantwort lautet: Ich wurde neulich von meinem Arbeitgeber gekündet, und benötige einen angepassten Plan betreffend Business & Karriere.

Nicht, weil ich nicht weiß, wohin ich möchte, sondern weil ich nicht zu 100 % weiß, welcher Weg mich dorthin führt.

Hintergrund: Vor ein paar Jahren habe ich meine Vision formuliert: Von einem Arbeitgeber oder vom Staat finanziell unabhängig sein.

Wie ich dorthin gelange, habe ich mehr oder weniger offen gelassen.

Mein Hauptfokus war und ist die Hochzeitsfotografie. Aber das ist nur ein Zwischenschritt respektive eine von vielen Möglichkeiten.

Im Verlaufe des Jahres 2022 hat sich herauskristallisiert, dass ich im Bereich Lifecoaching Fuß fassen möchte.

Weder war das geplant, noch beabsichtigt. Vielmehr hat es sich für-mich-logisch ergeben.

Nun aber zurück zum Workshop: Ich habe diesen veranlasst, damit ich entscheiden kann, was genau ich mit dem “Lifecoaching” anstellen möchte.

Ist Lifecoaching das richtige, oder sollte ich stattdessen lieber andere Business & Karriere Ziele verfolgen?

Aber nicht nur potenziell-langfristig, sondern auch kurzfristig, konkret. Denn von der Hochzeitsfotografie allein kann ich noch nicht zu 100 % leben. Daher die Suche nach neuen/weiteren Möglichkeiten, bald mehr Geld zu verdienen.

Sprich, etwas, das ich als Business etablieren, und nicht nur als nice-to-have-hobby betreiben kann.

Das ist eine große Entscheidung.

Ideen habe ich genug. Und genau das ist das “Problem”.

Darum also dieser Workshop.

Meine Schwester hat an diesen Workshop übrigens aus dem Grund teilgenommen, da wir zurzeit in einem 1:1 Coaching an ihrer Vision und ihren Zielen arbeiten (kurz gefasst).

Also, wenn es dir wie mir oder meiner Schwester geht, und du über zu viele Business & Karriere Ideen verfügst, dann hilft dir dieser 4-Schritte-Plan garantiert.

Randnotiz: Irgendwo habe ich in einem Buch einmal gelesen, dass eine Idee bloß ein feuchter Furz ist. Sorry für diese Sprache, aber ich finde, es trifft den Nagel ziemlich auf den Kopf. 😂

Das sind ja nur 4 Schritte, denkst du vielleicht.

Wenn du diese je 60 bis 90 Minuten konzentrierst abarbeitest, dann verspreche ich dir, wird es dir wie meiner Schwester und mir betreffend Business & Karriere gehen, und einiges mehr Klarheit haben.

Selbstverständlich wird es nicht sämtliche Fragen für den Rest deines Lebens lösen.

Doch es wird dich beruhigen, weil du dir wirklich Gedanken gemacht hast, und anhand einer Punkteskala sowie bestimmter Fragen nun sogar eine erste echte Bewertung vornehmen kannst, was dann zu mehr Klarheit führt.

Das Ziel dieser 4 Schritte ist übrigens leicht: Es geht darum, ins Tun zu kommen.

Nicht: Überlegen, überlegen, überlegen, überlegen …

Sondern: Überlegen → TUN!!! Überlegen → TUN!!! …

Schritt 1

Schritt 1a beinhaltet zwei Fragen:

Timer auf 8 bis 10 Minuten stellen und mit Post-its sämtliche Ideen an eine Wand hängen.

Diese nicht bewerten. Also ein klassisches Mindmapping.

Schritt 2b: Jedes einzelne Post-it durchgehen und entweder (wenn zu zweit oder in einer Gruppe) mündlich besprechen, oder (wenn allein) darüber nachdenken, indem man auf einem Blatt Papier oder in Word oder wo auch immer aufschreibt, was einem dazu in den Sinn kommt.

Nochmals: Das ist kein 2-Wochen-Intensiv-Seminar, sondern ein 6-Stunden-Intensiv-Klarheits-Kickstarter.

Ziel von Schritt 1 ist es, sämtliche Ideen an einem Ort zu sammeln, und dann, während man darüber spricht oder nachdenkt, ein Gefühl zu entwickeln (noch bevor diese einzeln mit spezifischen Fragen, siehe Schritte 2 bis 4, ausgewertet werden).

Wenn ich über Idee XY nachdenke, spüre ich bereits in den ersten Sekunden, dass dies nicht mein Weg ist?

Gut, dann weg damit.

Macht mich Idee XY positiv aufgeregt, wenn ich darüber spreche oder nachdenke?

Gut, rot markieren.

Usw.

Am Ende von Schritt 1 sind bei meiner Schwester und mir je 3 bis 5 Ideen rot markiert gewesen.

Schritt 2

Schritt 2 beinhaltet fünf Fragen:

Für jede Frage gibt es maximal 10 Punkte.

1 = schlecht.

10 = perfekt.

Das ist keine Wissenschaft, sondern eine erste Einschätzung.

Ein Beispiel: Wenn du Treuhänder bist und dich mit Steuererklärungen auskennst, dann wird die Umsetzung, privat Steuererklärungen gegen Bezahlung zu machen, leicht sein. Also gibt man hier 8 bis 10 Punkte.

Wenn du hingegen ein nächstes Google aus dem Boden stampfen möchtest, jedoch keine IT-Kenntnisse besitzt, dann gibt es hier leider nur 1 Punkt.

Je mehr Punkte (max. 50), desto besser also die Voraussetzungen.

Aber Achtung: Nur weil eine Idee 40 Punkte hat, heißt das nicht, dass diese im Vergleich mit einer Idee mit “nur” 30 Punkten besser ist.

Eine Idee mit 30 Punkten kann schließlich bedeuten, dass die Umsetzung zwar nicht leicht, das Potenzial dafür aber groß ist. Und dass es vielleicht ein paar Jahre dauert, bis sich der Erfolg einstellt.

Ideen sind ja auch nicht alle vom gleichen Kaliber.

Mit Steuererklärungen nebenbei Geld zu verdienen ist nicht dasselbe wie ein nächstes Google zu lancieren.

Unter anderem darüber nachzudenken, macht dieser Workshop so wertvoll.

Schritt 3

Schritt 2 hat meiner Schwester und mir mehr Klarheit gebracht.

Aber es hat nicht gereicht.

Schritt 3 geht dann noch tiefer:

Womöglich hast du bereits in Schritt 2 über diese Fragen nachgedacht. Wenn nicht, dann helfen diese Fragen, die Ideen in einem neuen Lichte zu betrachten.

Schritt 4

In Schritt 4 schließlich geht es darum, sich zu fragen, was konkret als Nächstes folgt.

Diese Fragen helfen dabei:

Zwei Beispiele:

Beispiel I: Meine Schwester interessiert sich für Treuhand, hat aber noch wenig bis keine Erfahrung in diesem Bereich.

Wir haben nun entschieden (besser heute entscheiden, statt morgen oder nie!), dass sie einen Bekannten über zwei Ecken fragt, ob sie ihm für einen Tag über die Schultern schauen kann. Er ist nämlich diplomierter Treuhänder, und das selbstständig.

Die Entscheidung haben wir natürlich nicht einfach so aus der Luft gegriffen, sondern hat sich diese aus der Diskussion heraus ergeben.

Das wirkliche Ziel in Schritt 4 ist nicht, gleich All-In zu gehen. Nach dem Motto: Alle Segel setzen und volle Kraft voraus.

Sondern sich mit den Füßen in seichtes Gewässer begeben; erste Erfahrungen sammeln, und schauen, was man dabei fühlt, was einem gefällt, und was nicht usw.

Ein nächster Schritt für meine Schwester könnte sein, dass sie sich für ein Probemonat einer Treuhand-Ausbildung anmeldet (das hat sie bereits abgeklärt, und es ist möglich).

Nochmals: All-In ist nicht nur nicht nötig, sondern sogar auch nicht zu empfehlen.

Also, bevor du deinen Job kündest, versuche heraus zu finden, was dir gefällt, was du gut machst (oder worin du besser werden könntest).

Hiermit legst du eine solide Basis für deine weiteren Schritte.

Beispiel II: Ich bewege mich bereits seit dem Jahr 2022 in seichtem Gewässer, was das Lifecoaching anbelangt; habe wöchentliche Newsletter geschrieben (dieser hier ist #37💪); ein Kurs-Coaching angefangen (mich also weitergebildet in diesem Bereich); und ein 1:1 Coaching mit meiner Schwester gestartet.

Worauf ich hinaus will: Ich habe genügend Beweise für mich gesammelt, um zu sagen, dass ich tiefer gehen möchte. Lifecoaching gefällt mir nämlich außerordentlich gut!

Die Wahrheit ist: Ich bin on fire 🔥 😅

Ich habe mich entschieden, dass ich Vollgas in diesem Bereich geben möchte.

Übrigens habe ich für “Wie schwierig wird die Umsetzung sein” nur 2 Punkte bekommen. Dass ich also on fire bin, ist absolut essenziell, damit ich diese Reise auch durchstehe.

Konkret mache ich nun Folgendes (zufälligerweise fällt dieser Termin heute an, denn Q2 ist Ende Juni zu Ende gegangen): Quartals-Ziele für Q3 festlegen.

Ein paar allgemeine Anmerkungen zum Workshop

Geht dieser Workshop auch allein?

Ja, allein geht es selbstverständlich auch. Zu zweit oder in einer kleinen Gruppe ist jedoch besser, weil man dann wertvolles Feedback bekommt.

Kann ich das auch an mehreren Tagen verteilt machen (weil ich zB Kinder zum Hüten oder Arbeiten muss?)

Ja klar! Ein 10h Workshop an einem Tag wäre ohnehin nicht produktiv.

Weniger ist mehr.

Oder: Kurz + intensiv = besser als lang + unkonzentriert.

Würde ich es allein machen, würde ich es so tun:

Total 4 x 90 Minuten reservieren.

Je Schritt ca. 90 Minuten. Diese wiederum auf 4 x 20 bis 25 Minuten aufteilen, in der hoch konzentriert nachgedacht, sprich gearbeitet wird.

Zwischendurch kurz eine Verschnaufpause machen; aufstehen, jongliere, Atemübung machen oder sonst etwas.

Aber kein Social Media, E-Mail oder WhatsApp; erstens, weil es unnötig triggert und zweitens, weil es der falsche Zeitpunkt ist (wenn zB jemand in einer E-Mail eine Frage zu XY stellt und ich diese lese, dann denke ich bewusst oder unbewusst darüber nach, und das mindert die Nachdenkqualität.)

Außerdem würde ich Folgendes machen:

Vielleicht hat man für Schritt 1 länger, vielleicht nur 30 Minuten.

Wie auch immer, das spielt keine Rolle.

Wichtig ist, hoch konzentriert nachdenken, verschnaufen, dann entscheiden.

Schritt 1: Nachdenken, verschnaufen, dann entscheiden.

Schritt 2: Nachdenken, verschnaufen, dann entscheiden.

Schritt 3: Nachdenken, verschnaufen, dann entscheiden.

Schritt 4: Nachdenken, verschnaufen, dann entscheiden.

Wenn es irgendwo knarzt: Gemacht ist besser wie perfekt!

Lass es mich wissen, wenn du Fragen hast, ich helfe gerne!

Und ich meine jetzt nicht offiziell mit Bezahlung und so, sondern einfach per E-Mail Frage stellen, und ich antworte. 😊

❌ Meine weiteren Highlights der Woche

Artikel von der Harvard Business Review, den ich zum Lesen empfehle (auf English): Nine Things Successful People Do Differently.

⚡️❤️ Persönliche Treffen sind unersetzlich: Meine Schwester und ich hätten uns für den Workshop auch über Zoom austauschen können. Persönliche Treffen sind enorm wertvoll. Ein extremes Beispiel dafür sind Winston Churchill und Franklin D. Roosevelt während des Zweiten Weltkriegs. Obwohl sie über Funk kommunizieren konnten, haben sie sich trotzdem dazu entschieden, sich persönlich zu treffen. Dabei haben sie sogar ihre eigene Sicherheit aufs Spiel gesetzt, aber sie wussten, dass es einfach notwendig war, um sich besser zu verstehen und strategische Entscheidungen zu treffen.

💭✨ Lebensvision: Wenn Träume Wirklichkeit werden - Wenn man ernsthaft seine Lebensvision verfolgt, dann gibt es drei wichtige Punkte: 1) Wunsch, 2) Glaube, 3) Erwartung. Der Wunsch ist das, was man sich für die Zukunft erhofft und anstrebt. Der Glaube ist das feste Vertrauen, dass man es auch wirklich schaffen kann. Und die Erwartung ist die absolute Gewissheit, dass das gewünschte Ergebnis eintreten wird. Nehmen wir mal als Beispiel meine Hochzeitsfotografie: Den Wunsch habe ich schon längst überschritten. Mein Glaube ist stark. Und was die Erwartung angeht, da bin ich schon fast da, denn ich bin zuversichtlich, dass mir der Durchbruch gelingen wird (sprich 30+ Hochzeiten im Jahre). Was mein Lifecoaching anbelangt, bin ich soeben von Wunsch zu Glaube vorgerückt.

📚 Meine neuen Buch Notizen

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