Ein Gespräch mit meiner Frau über Motivation
Meine Frau und ich führten neulich ein Gespräch über Motivation.
Kurzer Hintergrund:
- Ich stehe zwischen 05:00 und 06:00 morgens auf. Freiwillig. Auch am Wochenende.
- Ich dusche jeden Morgen eiskalt (der Wasserhahnen ist maximal auf kalt gestellt).
- Ich mache drei bis vier Mini-Work-outs pro Woche (zwischen 10 und 20 Minuten).
Ich erklärte ihr, dass ich das alles gar nicht gerne mache; früh aufstehen, kalt duschen und Work-outs.
Dann schaute sie mich verwundert an, “wirklich?”.
Es sind die Gründe dahinter, erklärte ich ihr.
- Früh aufstehen: Zeit ist knapp, also muss ich jede Minute nutzen. Außerdem ist es morgens besonders ruhig, da stört mich niemand.
- Kalt duschen: Macht wach. Und ist sogar gesund.
- Work-outs: Sport ist aus verschiedenen Gründen wichtig. 1) Sport macht vital, gibt mir Energie. 2) Sport ist gesund und sorgt dafür, dass ich länger lebe (es gibt unzählige Beweise dafür). 3) Work-outs machen mich in den Augen meiner Frau attraktiver, ich fühlte mich selbstbewusster.
Nur deshalb konnte ich die Disziplin entwickeln. Wegen der Gründe dahinter.
Allerdings erklärt das noch nicht, warum ich das alles WIRKLICH tue. Wozu will ich denn WIRKLICH die Zeit nutzen, mehr Energie haben und mich attraktiver fühlen?
Es sind meine Visionen und/oder Ziele (zB Jahres-, Quartals- oder Wochenziele).
Ohne würde ich nicht zwischen 05:00 und 06:00 aufstehen. Erst recht nicht am Sonntag. Niemals.
Aber weil ich mich täglich mit meinen Visionen und Zielen auseinandersetze, hat sich über die Zeit ein tiefes Verlangen in mir entwickelt.
Oder wie man im Englischen sagt (klingt tausendmal besser): Developed a BURNING DESIRE.
Wenn ich zB Visualisierungen mache, dann SPÜRE ich, was eines Tages passieren wird. Das ist mein BURNING DESIRE.
Diese Realität 1.0 in meinem Kopf macht mich heiß.
Kein Wunder möchte ich unbedingt Realität 2.0 erschaffen. Also die WIRKLICH-ECHTE-REALITÄT.
Dazu muss ich gewisse Dinge nur oft genug wiederholen.
Ein Beispiel:
Um weiterzukommen, muss ich lernen. Dazu lese ich zB Bücher. Wann kann ich lesen? Am Abend, wenn mir die Augen nach einer Seite zufallen und ich mir ohnehin nichts merken kann? Nein. Am Tag, wo so viel los ist, mit Arbeit, Kinder usw.? Nein. Am Morgen? Ja, klar! Dann habe ich Ruhe und bin frisch im Kopf. DARUM stehe ich früh auf.
Aber es geht noch weiter: Womit will ich denn weiterkommen? Lesen/Lernen ist ja kein Selbstzweck. Ich möchte zB mehr über Marketing/Sales lernen, über Google Ads usw., damit ich meine Vision “Finanzielle Unabhängigkeit eines Arbeitgebers” erreiche.
Eine große Vision führt zu einem Ziel (Jahresziel), das wiederum zu einem kleineren Ziel (Quartalsziel), das wiederum zu einem noch kleineren Ziel (Wochenziel), und letztlich führt das zur täglichen Gewohnheit (zB morgens früh aufstehen, um zu lesen/lernen).
1.2.3.4.5.
a.b.c.d.e.
Vision. Jahresziel. Quartalsziel. Wochenziel. Tägliche Gewohnheit.
Capiche? 😊
Interesse sowie Enthusiasmus sind zwei wesentliche Faktoren in der Wissenschaft. Mit einer positiven, optimistischen und kooperativen Einstellung wird eine Person mit einem IQ von 100 immer mehr erreichen als eine negative, unkooperative Person mit einem IQ von 120.
David Schwartz
Lernen/Lesen ist nur ein Beispiel.
Es interessiert mich herzlich wenig, ob ich motiviert bin oder nicht, frühmorgens aufzustehen. Ich mache es einfach. Weil es eben gute Gründe gibt.
1.2.3.4.5.
a.b.c.d.e.
Vision. Jahresziel. Quartalsziel. Wochenziel. Tägliche Gewohnheit.
Es gibt Dinge, wo ich heute WEISS, dass es passieren wird. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Das war aber nicht von Anfang an so!
Zu Beginn waren es “nur” Wünsche.
Irgendwann aber spürte ich, dass daraus wirklich etwas werden könnte.
So entwickelte ich den Glauben.
Und heute WEISS ich, dass gewisse Dinge passieren werden.
Und DAS motiviert mich. Es ist der BURNING DESIRE. Mein tiefes Verlangen.
Darum stehe ich auch am Sonntag früh auf. Nicht aus Langeweile oder weil ich Spass daran habe.
Sondern, weil die Gründe zu gut sind, als dass ich es nicht tun könnte.
You cannot dream yourself into a character. You must hammer and forge yourself one.
James A. Froude
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