Gedankenmanagement hört nie auf
Ich habe es längst gewusst. Aber jetzt weiss ich es wirklich: Gedanken müssen IMMER gemanagt werden. Es gibt kein Outsourcen, Delegieren oder Automatisieren.
Sich mit den eigenen Gedanken auseinanderzusetzen, ist überlebenswichtig. Ich übertreibe nicht. Lese, was Dr. Caroline Leaf, die seit über 30 Jahren dazu forscht, schreibt:
Wenn unser Denken toxisch ist, kann es unsere Stressreaktion durcheinanderbringen, die dann anfängt, gegen und nicht für uns zu arbeiten. Das wiederum kann uns krankheitsanfälliger machen, weshalb viele Forscher heute glauben, dass toxischer Stress für bis zu 90 Prozent aller Krankheiten verantwortlich sein könnte, einschliesslich solcher wie Herzerkrankungen, Krebs und Diabetes. Nur 5 bis 10 Prozent der Krankheiten sollen allein auf genetischen Faktoren zurückzuführen sein.
Dr. Caroline Leaf aus dem Buch Beseite dein mentales Chaos, S. 21
Anders ausgedrückt: Wenn du länger leben möchtest, kümmere dich um deine Gedanken.
Und gebe nicht der Biologie oder Neurologie die Schuld.
Mache es dir nicht zu einfach.
Das Gehirn wird produziert, auch durch Gedanken, die von DIR gesteuert werden. Zwischen Gehirn und Geist gibt es eine wechselseitige Beziehung.
Ich glaube jedoch, dass die Fehlbehandlung von psychischen Problemen auf dem Vormarsch ist. Es ist ein seltsames Paradoxon: Obwohl unser Verständnis über das Gehirn Fortschritte gemacht hat, scheinen wir in unserem Verständnis über den menschlichen Geist Rückschritte zu machen. Dies führt zu einer sehr engen und reduktionistischen Sicht auf menschliche Vorgänge. Wir sind von der Auffassung, dass der Geist bei der Steuerung unseres komplexen Lebens oberste Priorität hat, dazu übergegangen, den Geist als ein Produkt unserer neuronalen Netze zu sehen, und die Leiden des Lebens als Krankheitsbilder zu betrachten, was dem klassischen Neuroreduktionismus entspricht. Das kann nur Probleme mit sich bringen. Während Philosophen damit fortfahren, die Weiten des menschlichen Geistes zu erforschen, versuchen Biologen und Neurowissenschaftler, die Unermesslichkeit der menschlichen Existenz auf neuronale Wechselbeziehungen herunterzubrechen. Oft fühlt es sich an, als hätten wir zwei Schritte nach vorn gemacht und dann wieder zehn Schritte zurück, denn wir haben unser geistiges Leben und die Komplexität der menschlichen Erfahrungen in eine Zwangsjacke gesteckt, indem wir uns nur auf unsere Biologie und nicht auf unsere persönlichen Geschichten konzentrieren.
Dr. Caroline Leaf aus dem Buch Beseite dein mentales Chaos, S. 34
In anderen Worten: Kümmere DU dich um DEIN LEBEN.
Wie oft Gedankenmanagement betreiben?
Gedankenmanagement hört nie auf. NIE!! Wir müssen das, was in unserem Kopf produziert wird, pflegen. JEDEN TAG!
WIR steuern unser Schiff.
Sei ehrlich: Wie oft denkst du über deine Gedanken nach? Ich meine wirklich nachdenken … hinsetzen, reflektieren, aufschreiben …
Du kannst mal einen Tag auslassen, oder eine Woche, oder auch 3 Monate … aber irgendwann holt es dich ein. Ruhe im Sinne von «Das gute Leben läuft automatisch und für immer» gibt es nicht.
Ist Gedankenmanagement anstrengend?
Ja.
Aber warum beschweren wir uns überhaupt? Wir nerven uns auch nicht über das tägliche Zähneputzen oder ständige Händewaschen … Wir hinterfragen nicht, sondern tun es einfach, weil … nun, es ist normal.
Was in unserer Gesellschaft normal ist:
- Handy laden
- Schuhe binden
- Hände waschen
- E-Mails checken
- Einkaufen gehen
Was in unserer Gesellschaft normal sein sollte:
- Dankbarkeit üben
- Gefühle benennen
- Lebensvision kläre
- Gedanken sortieren
- Fokus bewusst wählen
Was ist Gedankenmanagement?
Das, was normal sein sollte: Dankbarkeit üben, Gedanken sortieren, Fokus bewusst wählen usw.
Die meisten Menschen erkennen die Notwendigkeit eines gesunden Lebensstils, auch wenn sie vielleicht die Auswirkungen der von ihnen gewählten Lebensweise auf diverse Krankheitsprozesse nicht vollumfänglich verstehen. Was viele Menschen nicht erkennen, ist die Notwendigkeit eines wirksamen Gedankenmanagements und wie dieses einen gesunden Lebensstil fördert und aufrechterhält.
Dr. Caroline Leaf aus dem Buch Beseite dein mentales Chaos, S. 21
Unser mentaler Zustand ist kein Zufall. Im Gegenteil. Wir müssen uns AKTIVIEREN und ENTSCHEIDEN, was wir DENKEN. Wenn wir das nicht tun, herrscht Chaos.
Sehe einen positiven mentalen Zustand als ein vorhandenes Potenzial, das mit Gedankenmanagement aktiviert werden muss. Wie bei Talent, das ohne Training nicht weit kommt, oder bei Information, die ohne Umsetzung nutzlos ist.
Warum ist Gedankenmanagement wichtig?
Damit dein Leben nicht im Chaos endet.
Damit du Motivation und Disziplin aufrechterhalten kannst.
Damit du ein Vorbild für deine Familie sein kannst.
Und damit du mehr Ruhe, Freiheit und Lebendigkeit in deinem Leben ermöglichen kannst.
Wenn du dein Leben nicht gestaltest, wird es von anderen gestaltet werden. … Und um dein Leben gestalten zu können, musst du wissen, wie du deinen Verstand gestalten kannst, du brauchst Gedankenmanagement.
Dr. Caroline Leaf aus dem Buch Beseite dein mentales Chaos, S. 26
Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, genau darauf zu achten, wie wir mit uns umgehen: Geben wir uns im Angesicht des Spiegels ein High 5 oder spucken wir uns an?
Gedankenmanagement ist fundamental !!
Wie betreibe ich Gedankenmanagement?
Grundsätzlich:
- Absicht
- Motivation
- Routine
Erkläre dir selbst die Absicht, ein gutes Leben leben zu wollen, zB mehr Ruhe, Spass und Abenteuer zu haben. Finde Motive, also Gründe, warum X oder Y für dich wichtig sind. Und starte eine Routine, um Gedankenmanagement zu betreiben.
Konkret: (à la Dr. Caroline Leaf):
- Sammeln
- Reflektieren
- Aufschreiben
- Erneut betrachten
- Aktiv werden
Gedanken formen den Moment, Gedanken formen den Tag, Gedanken formen das Leben.
Gestalte dein Leben bewusst oder werde überfahren.
Es ist DEIN LEBEN !
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