Finanzen organisieren
Kategorie Finanzen
Titel
Private Finanzen organisieren. Das 1x1. Wie du mehr Geld für deine Träume zur Seite legst und trotzdem nicht auf ein Getränk im Restaurant verzichten musst
Keywords
- xy
Intro
PVGS
Prämisse
👎 Von
👍 Zu
Vision
Grund
Strategie
Meine Erfahrungen
👍 Positive Aspekte
👎 Negative Aspekte
Persönliche Story
Interkonnektivität zwischen Kategorien
Letzte Worte
Zitat
Unfrei macht frei. TK
Text
Intro
In diesem Artikel wird das 1 x 1 der Organisation der privaten Finanzen behandelt. Egal ob Single Haushalt oder Familie mit vier Kindern. Am Ende steht ein System, das hilft, Ruhe und Stabilität in die Finanzen zu bringen. Ergo ein besseres Leben zu führen. Geld macht zwar per seh nicht glücklich (doch doch, eigentlich schon), aber es beruhigt ungemein!
Dieses System, dass ich euch hier vorstellen möchte, zeichnet sich nicht etwa dadurch aus, möglichst viel sparen zu müssen, während man im Alltag in den sauren Apfel beisst. Sondern vor allem dadurch, dass sämtliche Bereiche der Finanzen organisiert sind, und zwar möglichst automatisch. Dazu gehört neben dem klassischen Sparen (zB Haus oder Rente) auch das mittelfristige Sparen (zB Ferien oder sonstige Anschaffungen) sowie Ausgaben im Alltag sprich in der Freizeit (zB Kino oder Restaurant).
Trinke ruhig eine Cola im Restaurant, aber mache dir keine Vorwürfe wegen dem Geld, höchstens wegen dem Zucker. Nein, im ernst, gönn dir, was immer dir beliebt. Aber folge einem System, oder Prinzipien, wie auch immer du es nennen magst. Die Konsequenzen sind mehr Freiheit. Für ein ordentliches privates Finanzsystem benötigt es übrigens keinen Doktor in Finanzwissenschaften. Die Kunst für ein erfolgreiches privates Finanzsystem liegt nicht zwingend im Detail. Ein durchdachtes System, dem man sich grob unterordnet, ist bereits die halbe Miete.
Und ja, natürlich hilft es, wenn man x Mal mehr verdient (das hilft immer), um ein fünfstöckiges-mit-einem-Helikopter-Landeplatz-konstruierten-und-privater-Sauna-und-direktem-Meerzugang-Traumhaus zu bauen. Aber darum geht es nicht. Nochmals, ich wiederhole mich: Folgt einem System, wenn es auch noch so primitiv ist. Beispielsweise 10% vom Einkommen sparen, und über die restlichen 90% machen, was man will. Aber ein bisschen detaillierter darf es dann aber schon sein, oder?
Das wunderbare an diesem System sind dreierlei. Erstens: Der Rahmen ist zwar fix vorgegeben, die Prozentsätze jedoch beliebig veränderbar. Zweitens: 10% sind nicht gleich 10%; bei 5’000.- Einkommen sind 10% = 500.-, bei 10’000.- Einkommen sind 10% = 1’000.-. Drittens: Das System berücksichtigt sowohl die Gegenwart, die nahe als auch die ferne Zukunft; ich kann meine Cola heute trinken, meine Ferien nächstes Jahr buchen und mein Traumhaus in zwanzig Jahren bauen.
Willensstärke ist begrenzt. Geld ist begrenzt. Leben ist begrenzt. Nur Träume kennen keine Grenzen. Zusammengenommen ergibt sich daraus folgendes: Private Finanzen sowie jegliche Träume besser einem rigorosen Plan unterstellen. Was auf den ersten Blick nach Unfreiheit klingt, ist in Wahrheit Segen und bedeutet ein Wohlwollendes Leben. Am Ende des Tages entscheide immer ich, wieviel und wozu ich mein Geld wie organisiere. Lese hier, wie.
PVGS
Prämisse
👎 Von
- Geld löst stress aus.
- Um Geld zu organisieren braucht es vertiefte Fachkenntnisse. Weder bin ich ausgebildeter Finanzplaner noch Banker. Keine Chance, ich gebe auf.
- Mein Finanzberater erledigt meine Finanzangelegenheiten (NEIN. NEIN. NEIN.)
- Ich verdiene zu wenig.
- Meine Finanzen sind ein einziges Chaos. Der Überblick fehlt mir komplett.
- Ich will nicht auf Vergnügen im Hier und Jetzt verzichten, daher belasse ich alles, wie es ist.
- Geld ist ein leidiges, überhaupt kein schönes Thema.
- Rechnungen-machen dauert ewigs.
👍 Zu
- Geld löst deshalb stress aus, weil es nicht organisiert ist. Das, was stress auslöst, ist in Wahrheit ein latentes Gefühl, dass man nicht weiss, was mit dem Geld geschieht. Darum: Wenn ich mein Geld organisiere, schlafe ich besser.
- Erstmal braucht es einen Tritt in den Allerwertesten. Nichts ist falscher als die Behauptung, dass die privaten Finanzen nur mit einem Studium in Finanzwissenschaften gemanagt werden können. Wenn du diesen Artikel liest und halbwegs verstehst, dann hast du alles, was es dazu benötigt. Vertiefte Fachkenntnisse ergeben sich aus genau dieser Arbeit, diesem Prozess. Keine Ausreden mehr. Sorry.
- NEIN. Niemand erledigt meine privaten Finanzangelegenheiten. Auch nicht der Profi. Erstmal kümmere ich mich um meinen eigenen Kram. Und wenn mein eigenes System einmal steht, kann ich mich noch immer schlau machen; zB in Finanzblogs oder Bücher. Zuerst lerne ich aber das 1x1 meiner privaten Finanzen.
- Wir alle verdienen zu wenig. Ich möchte niemandem zu nahe treten, jedoch ist das ein allzu bequemes, vorgeschobenes Argument. Dieses System eignet sich sowohl für den Millionär als auch die Teilzeit-Coiffeuse mit drei Kindern. Also: Egal wie viel ich verdiene, ich habe ein Anrecht auf ein funktionierendes System, das sowohl Rücksicht auf meine finanzielle Situation nimmt als auch meine Bedürfnisse mit einkalkuliert. Ansonsten siehe zu, dass du einem Zusatzverdienst nachgehst; etwa Keller räumen und Dinge im Internet verkaufen (zB auf Facebook Marketplace, Ricardo oder eBay).
- Chaos lässt sich beseitigen, Übersicht wiederherstellen. Nämlich indem ich anfange, ein System zu etablieren. Dieser Artikel hilft mir dabei.
- Ich habe keine Angst davor, meine Finanzen zu organisieren. Meine Wünsche im Hier und Jetzt werden nämlich vollumfänglich berücksichtigt. So gut es jedenfalls geht. Seien wir realistisch, alles ist nicht möglich. Ich kann nicht täglich Auswärts Essen gehen, während ich gleichzeitig von zwei längeren Reisen im Jahr träume, dazu für ein Haus sparen möchte, das in fünf Jahren stehen soll, wenn ich nicht überdurchschnittlich viel verdiene. Aber das geht in Ordnung so. Darum: Ich belasse meine Finanzen nicht, wie sie sind. Ich werde relevante Veränderungen vornehmen. Habe keine Angst davor, leiden zu müssen. Im Gegenteil: Am Ende des Prozesses werde ich zufrieden sein. Meine Wunschlisten für den Alltag, die nahe sowie ferne Zukunft stehen, und ich 100% dahinter. Nein, Vergnügen kommt bei mir niemals zu kurz. Meine privaten Finanzen sind, wenn ich den Prozess erstmal durchlaufen habe, besser als je zuvor.
- Geld ist sehr wohl ein schönes Thema. Habe ich erstmal die Übersicht meiner eigenen Finanzen, lässt sich einiges damit anstellen (zB Traumurlaub auf den Malediven, Designer-Sofa für das Wohnzimmer oder Privatschule für das Kind). Geld ist ein Tool, das ich einsetze, um ein besseres Leben zu leben.
- Rechnungen können rasch erledigt werden; 20 Min Aufwand im Monat, nicht mehr. Dieser Artikel zeigt mir, wie ich es hinbekomme.
Vision
- Eine grobe Einnahmen und Ausgabenliste (mit Lohn, Miete, Strom, usw.) ist erstellt und dient mir als Basis für die weiteren Schritte.
- Ein privates Finanz-System, das zu beinahe 100% vollautomatisiert ist (inkl. Begleichung aller wiederkehrenden Rechnungen). Geld wird ohne mein Zutun in einem monatlichen Rhythmus auf separate Konten überwiesen; für Notwendiges (zB Lebensmittel oder Krankenkasse), für Freizeit (zB Bücher oder Kino), für Sparen (zB Ferien oder Wohnungseinrichtung) und zuletzt für Investieren, was im Grunde langfristiges Sparen ist (zB Haus oder Rente).
- Geld, das ich in meiner Freizeit ausgebe, wird niemals bedauert.
- Private Vorsorge für die Zukunft (Hauptsache Altersvorsorge) ist organisiert und ich werde im Alter nicht arm sein.
- Ich verfüge über eine komplette Konten und Karten Liste meiner sämtlichen Banken; Lohnkonto, Sparkonto, Säule 3a, Debit oder Kreditkarten.
- Ich verfüge über eine Liste mit aktuellen Wünschen für mittelfristige Ausgaben; wie Strandurlaub, Städtetrips oder Geschenke. Ich weiss, wieviel ich für was und für wann zur Seite lege. Wenn ich die entsprechende Summe schliesslich erreicht habe, mittels automatischem Sparen, kann ich diesen Betrag bedenkenlos ausgeben. Ich sehe sozusagen schwarz auf weiss, was möglich ist und was nicht. Es gibt kein das-hätte-ich-gerne-weiss-aber-nicht-ob-ich-es-mir-leisten-kann. Es gibt nur ich-möchte-dies-und-jenes-und-sehe-dass-es-möglich-ist-oder-auch-nicht.
- Jederzeitige Kenntnis über meinen aktuellen Stand des Nettovermögens.
Grund
- Freiheit.
- Planungssicherheit.
- Besser und sorgenfrei schlafen.
- Mein Leben besser im Griff haben.
- Familienfrieden.
- Gedanken an meine Finanzen aufs minimalste beschränken.
- Vorfreude.
- Träume tatsächlich verwirklichen.
Strategie
- Sämtliche Einnahmen und Ausgaben in Vorlage eintragen.
- Konten und Karten Liste in Vorlage eintragen.
- Wünsche und Träume befüllen.
- Die beste Strategie, die ich hier geben kann, ist die: sich von den oben genannten Vorlagen leiten zu lassen. Damit spielen. Und zwar so lange, bis einem die Lust dazu vergeht. Das Ziel ist keineswegs (mittel und langfristig gesehen natürlich schon) sämtliche Zahlen und Wünsche zu erfassen. Sondern sich ungezwungen damit auseinanderzusetzen. Und zB herausfinden, spüren, welche Szenarien realistisch und welche Träume möglich sind.
- Nettovermögen berechnen.
- Leere Vorlage + Befüllte Vorlage (als Beispiel studieren).
- Wenn man nur über ein Konto verfügt, dann mindestens auf drei erhöhen; für Notwendiges, Freizeit und Sparen.
- Seinen Wünschen und Träumen freien Lauf lassen und alles niederschreiben, was einem in den Sinn kommt. Danach diese klug in die Vorlage eingeben, also realistisch planen; wenn zB 400.- zum Sparen im Monat möglich sind, und ich drei Städtetrips über je 1’500.- plane (Total 4’500.-), dann weiss ich, dass es mindestens zwölf Monate dauert, bis ich alle drei Städtetrips gemacht werden habe, also macht es keinen Sinn, für alle jeweils gleich viel Geld zur Seite zu legen (die ich ohnehin nicht gleichzeitig antreten kann), sondern die 400.- so verteile, dass ich zB für Trip 1 300.- und für Trip 2 und 3 je 50.- zur Seite lege. Was bedeutet, dass ich mir Trip 1 bereits nach fünf Monaten leisten kann, und trotzdem habe ich in der gleichen Zeit für Trip 2 und 3 gespart, nämlich je 250.- (5 Monate x 50.-). Und 250.- von 1’500.- sind bereits knapp 17%. Eben, wie oben geschrieben, spielt damit.
- eBill (für die Schweiz) im eBanking der Wahl einrichten, um wiederkehrende Rechnungen automatisch begleichen zu lassen.
- Beträge für alle Bereiche festlegen (Notwendiges, Freizeit und Sparen). Dann monatlichen Dauerauftrag einrichten. Screenshot.
- Buffer von 1 Monat ansparen (Total Notwendiges). Siehe Tabelle ‘Einnahmen und Ausgaben’. Screenshot.
- Ich zeige Dir wie Du reich wirst von Ramit Sethi lesen oder hören.
- Money von Tony Robbins lesen oder hören.
- Der reichste Mann von Babylon von George S. Clason lesen oder hören.
Meine Erfahrungen
👍 Positive Aspekte
Einigermasse gut organisiert reicht bereits. Einigermassen ist das entscheidende Wort. Es benötigt keinesfalls ein durchgängig perfektes privates Finanz-System, um ein besseres Leben zu führen. Es genügt bereits, wenn man hier und da sich ein paar Gedanken macht und das eine oder andere schliesslich umsetzt. Einigermassen gut ist besser wie gar nicht.
Fünf Minuten können je nach dem bereits ausreichen, um im Alter gut ausgesorgt zu sein. Nimm 10% von deinem Einkommen und stelle für den Rest deines Lebens einen Dauerauftrag für deine Säule 3a ein. Und wenn der Betrag die maximale Limite der Säule 3a übersteigt, dann lege den Rest der 10% auf ein Sparkonto, über welches du nicht permanent verfügst (sprich kein eBanking und auch keine Debitkarten zum entsprechenden Konto hast). Wenn 10% zu viel sind, weil du deine Finanzen erst noch besser organisieren und dir einen klaren Kopf verschaffen musst, dann reduziere die Prozentzahl auf 7% oder 5%. Oder 1%. Aber mache es noch heute. Das ist übrigens einer der meistgenannten Finanztipps von sogenannten Profis. Der einfachste noch dazu, würde ich meinen. Angst vor Altersarmut? Ich habe dir gerade den einfachsten und direktesten Tipp dazu gegeben.
Neue Erkenntnisse rund um die eigenen Ausgaben können gewonnen werden. Etwa welche monatlichen Fixkosten auf der Kreditkartenabrechnung “plötzlich” auftauchen, von denen man gar nicht mehr wusste! Dies schärft das Bewusstsein über seine Ausgaben ungemein! Was nicht gemessen wird, kann auch nicht analysiert geschweige verbessert werden. Und dies trifft auch auf die eigenen Ausgaben zu, es stimmt zu 100%. Wenn ich sehe, dass zB meine Miete 32% aller Ausgaben ausmacht, dann stimmt es schon nachdenklich, wenn man sich bei einem Restaurantbesuch jedes Mal selbst auf die Nerven geht und sich fragt, ob man nicht doch lieber ein gratis Wasser aus dem Hahnen bestellt statt ein leckeres Cappuccino zu trinken.
Eine weitere Erkenntnisse ist die jene, seine kurz-, mittel- sowie langfristigen Wünsche und Ziele miteinander in Einklang zu bringen. Wie bereits erwähnt, ist es bei gleichbleibendem, bescheidenem Einkommen, ein unrealistisches Ziel, zwei Mal im Jahr in die Ferien fahren zu wollen, täglich Auswärts Essen zu gehen und gleichzeitig für sein Traumhaus, das in zehn Jahren stehen soll, Geld zur Seite zu legen. Es geht einfach nicht. Das gute daran jedoch, wenn man sich damit befasst, ist, dass gewisse Entscheidungen gefällt werden und dadurch nicht selten ein Stein vom Herz fällt. Wir Menschen sind so gepolt, dass eine nicht-getroffene, vertagte Entscheidung uns manchmal schwerer auf dem Herzen liegen kann, wie dass der Ertrag uns Freude bringen würde. Ein unnötiges Ungleichgewicht. Entscheidungen, zB kein Haus bauen zu wollen oder zu müssen in den nächsten zehn Jahren (vlt. erst in zwanzig oder dreissig Jahren, oder gar nie) kann unbewusstes Leid beenden. Es gäbe an dieser Stelle natürlich unzählige weitere Beispiele, die ich nennen könnte. Es gilt jedoch vor allem eines zu begreifen, nämlich, dass es besser ist eine Entscheidung zu treffen als alles ständig zu wollen und niemals eine Entscheidung zu treffen. Wer alles möchte ist ein Narr. Und noch schlimmer, wer alles möchte, der ist sich eigentlich, ziemlich wahrscheinlich, gar nicht im Klaren, was er wirklich möchte.
Es ist tatsächlich möglich, über relativ wenig Freizeitgeld zu verfügen, sich aber dennoch unglaublich reich zu fühlen, weil man weiss, dass keine Rechtfertigung notwendig ist, und zwar gegenüber niemandem, weder dem Partner noch sich selbst, man ist schlichtweg im Reinen, und weiss, dass alles Freizeitgeld auf der Stelle ausgegeben werden kann. Ein befreiendes Gefühl.
👎 Negative Aspekte
Fehlende Gründe hindern einen immer an Verbesserungen. Jedoch ganz besonders, wenn es, gelinde gesagt, nicht um das spannendste und aufregendste Thema geht, das man sich ausdenken kann (ausser man ist ein Finanzguru, ich bin keiner). Wenn einem also keine guten Gründe einfallen, zB warum man für das Alter sparen oder überhaupt etwas an seinen Finanzen ändern sollte (weil ja angeblich alles ganz gut klappt bisher), hat man bereits verloren, und eine ausführliche, vertiefte Auseinandersetzung mit den eigenen Finanzen kommt zu einem Ende noch bevor es angefangen hat.
Das bedeutet: Du brauchst ganz triftige Gründe. Etwa: Ich habe eine Tonne Traumdestinationen, die ich noch vor meinem Tod bereisen möchte, weil alle meine Freunde davon schwärmen, und diese Bilder und Berichte überall im Internet, der Wahnsinn. Wenn dir also die nötige Disziplin fehlt, um für deine Reisen zu sparen (und auch nicht Reich von Haus aus bist), dann hast du im Grunde trotzdem bereits ein Warum. Also, sagst du dir: Hoppla, lass mal mein privates Finanzsystem in den Griff bekommen, damit ich alle meine Reiseziele abhaken kann.
Persönliche Story
Zugegebenermassen dachte auch ich lange, dass wir als Familie zu wenig verdienen, und daher “unten durch” müssen. Ein luxuriöses Leben schien in weiter Ferne. Zumal mit Anfang dreissig als Betriebsökonom es eigentlich Zeit sein sollte, endlich mit der Karriere zu starten. Aber das ist eine andere Geschichte.
Jedenfalls habe ich bald herausgefunden, dass das überhaupt nicht stimmt. Natürlich, wie ich oben bereits an einer Stelle beschrieben habe, sind begrenzte Ressourcen nun mal begrenzt. Und dennoch war ich erstaunt, zu sehen, welche Mittel uns im Grunde zur Verfügung standen, nachdem wir Licht ins Dunkel gebracht haben. Dabei sind wir übrigens exakt so vorgegangen, wie unter Strategie beschrieben. Es war ein Aha-Erlebnis der positiven Art.
Die Liste mit all meinen Wünschen bereitete, und bereitet mir nach wie vor, grosse Freude. Reisen mit Familie oder Freunden zu planen, macht unglaublich Spass. Es gibt sogar zwei, drei Dinge, die ich auf die Liste gesetzt habe, die in meinen Augen ein absolutes Luxusgut sind, von denen ich seit Jahren träume, es jedoch immer irgendwie aufgeschoben hatte, aus welchen Gründen auch immer, und nun endlich hat es ein Datum. Die Vorfreude, zu wissen, dass man sich etwas Bestimmtes in zweieinhalb Jahren leisten kann, macht einem nicht nur Freude, sondern auch stolz, man wird es sich ehrlich verdient haben.
Interkonnektivität zwischen Kategorien
- Liebesbeziehung
- Emotionen
- Intellektuelle Entwicklung
- Quality of Life
- Freundschaften
- Lebensvision
Letzte Worte
Falls dieser Artikel zuviel auf einmal war, merke dir eines: Nur weil etwas chaotisch ist oder unerreichbar scheint, heisst es noch lange nicht, dass man nicht Struktur und Ruhe hinbekommt. Eines nach dem anderen, gemäss Strategie oben, ein Schritt nach dem anderen. Nicht alles auf einmal. Das alles ist nicht in dreissig Minuten gemacht. Aber in ein paar Stunden vielleicht. Zumindest der Grundstein gelegt. Dein privates Finanz-System ist dann nicht vollständig, aber du bekommst ein Gefühl dafür, wohin die Reise gehen könnte. Und nichts wirkt besser wie positive Gefühle und Emotionen, um Dinge voran zu bringen. Nichts ist perfekt, schon gar nicht auf die schnelle. Wenn du erst einmal angefangen hast, fällt es dir wahrscheinlich ohnehin leichter, dran zu bleiben. Siehe es als ein Prozess.
Nochmals: Solange du die Schritte befolgst, kommst du in die Gänge. Eines führt dabei zum anderen. Klug leben heisst handeln. Oder anders gesagt: Wer nur weiss, nicht aber tut, der weiss am Ende doch nichts.
Zu guter Letzt: Lass dich nicht allzusehr vom Geld blenden. Insofern nicht als gerade auch die wertvollsten Dinge, die unser menschliches Leben ausmachen, ohne oder mit einem Minimum an Geld auskommen. Sogar ganz gut. Etwa ein Nachtessen Zuhause mit der Familie oder Freunden. Oder Lego spielen mit dem Sohn. Oder ein Spaziergang. Oder wie Ramit Sethi treffend sagte: Das Leben findet ausserhalb von Excel Tabellen statt. Oh ja, wie sehr das doch stimmt!
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