Autonomie: Eine wichtige Zutat für das Glück
Autonomie ist eine immens wichtige Zutat für mein Glück.
Dies gilt für viele Bereiche, insbesondere jedoch für die Karriere.
Drei psychologische Faktoren werden vorausgesetzt, schreibt Cal Newport in seinem Buch So Good They Can’t Ignore You, um eine hohe Motivation am Arbeitsplatz oder auch anderswo zu erreichen. Es handelt sich um drei intrinsische Zutaten.
- Autonomie: Das Gefühl, Kontrolle über den Tag zu haben, und dass die Taten wichtig sind.
- Kompetenz: Das Gefühl, dass du gut bist in dem, was du tust.
- Zugehörigkeit: Das Gefühl, mit anderen verbunden zu sein.
Obschon es einleuchtet, dass alle drei Zutaten relevant sind, scheint mir die Autonomie doch das wichtigste Element zu sein.
Schließlich sorgt Autonomie dafür, dass wir A) die Kompetenzen freier wählen können, die wir für wichtig erachten, und auch wie viel Zeit wir mit der Entwicklung derer verbringen.
Und B) führt uns Autonomie eher zum Gefühl der Zugehörigkeit, als dass es umgekehrt der Fall wäre.
Umgekehrt stimmt es zwar auch, dass wir zu mehr Autonomie gelangen, wenn wir an unseren Kompetenzen und der Zugehörigkeit arbeiten. Doch der Weg ist wahrscheinlich umständlicher und länger.
Es wird mit Sicherheit länger dauern, bis ich damit meine Fähigkeiten so gut entwickelt habe, dass ich zB Geld damit verdienen kann.
Lege ich hingegen meinen Fokus auf die Autonomie, kann ich diesen Prozess beschleunigen (zB Geld mit meinen Kompetenzen verdienen).
Zugehörigkeit scheint mir tatsächlich das letzte Element, zweifellos, ein wichtiges, aber eines, das sich ergibt, wenn man den Fokus auf Autonomie und Kompetenz legt.
In der Hochzeitsfotografie zB haben sich meine Kompetenzen wie von allein entwickelt. Auch die Zugehörigkeit hat sich wie von allein ergeben. Das habe ich aber erst im Nachhinein realisiert.
Damals, vor zwei Jahren, habe ich mein oberstes Ziel formuliert, die finanzielle Unabhängigkeit eines Arbeitgebers.
Und das war bewusst so gewählt. Der Grund dahinter war seit jeher: mehr Autonomie.
Seither habe ich mich stets auf noch mehr Autonomie fokussiert. Denn in der Autonomie sehe ich tatsächlich das größte Glück in meiner Karriere.
Ich muss noch dazu sagen, dass ich ein Spätzünder bin. Ich war über dreißig Jahre nicht im Bilde darüber, was ich wollte. Nicht wirklich jedenfalls. Zwar gelegentlich mal neugierig auf etwas, habe aber nie konkret ein Ziel vor Augen gehabt. Jedenfalls gehöre ich definitiv nicht zu jenen Menschen, die mit sechs Jahren bereits gewusst haben "Ich werde Doktor" oder "Ich werde Pilot".
Irgendwann hat es aber gekippt. Und vor lauter Interessen hatte ich keine Zeit mehr.
Dann kam das erste Kind. Und schwups, aus, Ende, fertig. Was natürlich nicht stimmt. Wo wir wieder bei der Autonomie angelangt wären.
Ich möchte so viel Zeit wie möglich mit jenen Dingen verbringen, die mich reizen. Sei es das Fotografieren oder das Schreiben. Abenteuer mit meiner Familie. Interesse 1. Interesse 2 usw. Was es auch immer ist, ich bin mir bewusst, Zeit ist begrenzt.
Und genau deshalb lautet mein oberstes Ziel, die finanzielle Unabhängigkeit eines Arbeitgebers. So, dass ich eben selbst Herr im Haus über meine Zeit bin. Mehr, als dass ich es jetzt bin.
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