Der 24-Stunden-Traumtag
Was würdest du machen, wenn du ab sofort 24 Stunden machen könntest, was du willst?
Wird dir schwindelig, weil du nicht weißt, wo anfangen, oder schwindelig, weil du nicht weißt, was anfangen?
Ich habe mir diese Frage schon gestellt, weil ich es eine faszinierende Frage finde. Ich meine, es bringt etwas Fundamentales auf den Punkt:
- Weißt du überhaupt, was du im Leben willst?
Ich meine es ernst. Frage dich mal, wie dein Traum-Tag aussehen würde. Wie würdest du diesen zusammenstellen?
Erst mal ausschlafen, weil du müde und erschöpft bist oder zuerst einkaufen, weil der Kühlschrank leer ist, zählt nicht. Wir gehen davon aus, dass wir dafür bereits eine Lösung haben.
Oder schiebst du alles aufs Wochenende, wie M. J. DeMarco in seinem Buch The Millionair Fastlane schreibt? Und freust dich über zwei freie Tage? Begnügst du dich damit? Fünf Tage Arbeit für zwei Tage frei? Das ist ein Minus-Geschäft. Kein Mensch würde fünf Franken geben, um zwei Franken zu bekommen.
Fordere dich selbst heraus, und frage dich, was DU möchtest! Wie sieht DEIN Traum-Leben aus? Dein TRAUM-TAG?
Es spielt keine Rolle, ob du zehn Kinder hast oder fünf Hunde oder 100’000 Schulden oder keine Unterstützung in der Familie. Oder, oder, oder. Es geht nur darum, was DU möchtest, wenn du alles wahr werden lassen könntest?
Ich verstehe, dass das Leben nicht leicht ist. Bei mir ist auch nicht alles perfekt. Aber irgendwo müssen wir anfangen.
Außerdem benötigen wir Klarheit. Nochmals: Wenn du einen Zauberstab schwingen könntest, und trotzdem nicht weißt, was in den nächsten 24 Stunden anfangen, dann fehlt dir Klarheit.
Übrigens zählt eine Auflistung hunderter Dinge nicht. Das wäre, wie wenn du von hundert Joghurts eines aussuchen müsstest. Dein System würde überladen! Statt eines auszuwählen, verharrst du in Schockstarre.
Zwei wichtige Punkte vorweg: Erstens: Denke nicht in Details, sondern erst mal nur grob. Überlege dir, wie der Tag strukturiert sein soll respektive was du alles gerne wann machen möchtest. Zweitens: Träume.
Als ich diese Übung vor knapp zwei Jahren zum ersten Mal gemacht hatte, war ich ernüchtert. Ich dachte: Oha, das fühlt sich zwar alles schön und gut an, aber … aber … gefühlt hinter jedem Satz kam ein aber.
Das machte aber nichts, merkte ich rasch. Das Ziel ist nicht zu schauen, was heute oder morgen realistisch ist, sondern was meine Wünsche sind, damit ich weiß, wohin ich mich bewegen muss.
Es ist gar nicht so schwer. Ein paar Beispiele:
- Um 06:00 morgens draußen auf der Terrasse mit einer Tasse Tee meditieren.
- Nach dem Mittagessen dreißig Minuten spazieren.
- Einen Roman lesen, nachdem die Kinder im Bett sind.
- Das leckerste und gesündeste Mittagessen zu mir nehmen (im Restaurant oder zu Hause?).
- Jeden Nachmittag draußen etwas mit meinen Kindern unternehmen, wo wir lachen und Spaß haben.
- Morgens/vormittags allein und ungestört in einem Einzelbüro/Atelier arbeiten.
- Jeden Tag auf dem Fahrrad durch den Wald fahren.
- Acht Stunden malen.
- Jeden Abend tiefgehende Gespräche mit meinem Partner führen, während wir uns massieren?
Ihr versteht, worauf ich hinaus möchte.
Wichtig ist, das Pferd von hinten aufzuzäumen, wie man so schön sagt. Und dann herausfinden, wie wir es bewerkstelligen können.
Nicht “Ich MUSS erst noch dies und jenes.”
Sondern “Ich MÖCHTE dies und jenes.”
Nicht “Ich MUSS noch Wäsche, Einkauf usw. erledigen.”
Sondern “Ich MÖCHTE jeden Abend mindestens dreißig Minuten in einem Roman lesen.”
Hören wir auf mit dem Opferseinkult. Mit dem Hinaus-schieben. Mit den Ausreden. Es gibt schon genug davon. Und ja, teilweise sind sie sogar berechtigt. Das sehe ich ein. Schließlich leiden wir ja mehr oder weniger alle, und bilden uns das ja nicht alles ein. Dennoch: Ich suche lieber die Lösung, statt ewig rumzujammern.
Nun, was mich anbelangt, sieht es so aus. Je mehr Zeit vergeht, desto eher komme ich meinem Traum-Tag näher. Es gibt zwar noch ein paar Hürden, und Kinder, Finanzen sowie tausend anderer Dinge machen es einem nicht leicht, aber im Großen und Ganzen bin ich schon recht zufrieden.
Bin ich glücklicher seit ich an meinem Traum-Tag arbeite? Ja.
Handelt es sich um Zufall? Nein.
Es geht darum, wie ernst du die eingangs gestellte Frage nimmst. Also: Was würdest du machen, wenn du ab sofort 24 Stunden machen könntest, was du willst?
Klarheit geht über alles.
❌ Meine weiteren Highlights der Woche
🍛 Gesundheit & Fitness: Meal Prep für das Mittagessen für die ganze Woche bereite ich jeden Sonntagabend vor. Es hilft, unter der Woche mehr Zeit für Dinge zu haben, die ich wirklich tun möchte. Ich koche zwar gerne, aber nicht täglich. Von 1,5 h Mittag komme ich locker auf 30 bis 45 Minuten Mittag.
🍣 Quality of Life: Oh Sushi, wie gut du bist.
🛁 Quality of Life / Liebesbeziehung: Drei Stunden Wellness im Sole Uno in Rheinfelden war eine Wohltat auf verschiedenen Ebenen.
❤️🔥 Zitat / Karriere: As the late boxer and humanitarian Muhammad Ali put it, ‘I hated every minute of training but I said, ‘Don’t quit. Suffer now and live the rest of your life as a champion.’
💸 Finanzen: Ein YouTube Short, wo es um Investitionen IN DICH geht.
📝 Schreiben: Vor ein paar Wochen habe ich die tägliche Zeit, die ich mit meinen Kurzgeschichten verbringen möchte, von dreißig auf zehn Minuten heruntergeschraubt. Indem ich das tat, konnte ich meine Rate von knapp 20 Prozent auf über 50 Prozent steigern. Nun, da ich diese Routine wieder besser integriert hatte, steigerte ich die Anzahl Minuten von zehn auf erst fünfzehn, dann zwanzig Minuten. Mein Punkt hier: Mit zehn Minuten bin ich zwar etwas vorwärtsgekommen, und habe wie erwähnt insgesamt auch öfter an den Kurzgeschichten gearbeitet, doch bin ich praktisch nie in den Flow gekommen. Mit zwanzig Minuten gelingt mir das wieder viel öfter. Gerade beim Fiction-Schreiben macht mir das im-Flow-sein enorm viel Spass.
🤔 Karriere: Kaum dass ich mich letzte Woche über das positive Feedback sowie die Verbundenheit mit den Brautpaaren gefreut habe, so kam von einem anderen Paar eine Kritik. Nichts Vernichtendes, aber ich musste schmunzeln 😅 Weil Feedback aber wirklich wichtig ist, sehe ich das auch als etwas Gutes. Ich halte sämtliche Kritik fest, also alles, was ich zukünftig besser machen möchte.
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