Wenn ich 10 Millionen hätte
Hast du dich jemals gefragt, was passieren würde, wenn du über Nacht plötzlich 10 Millionen Euro auf dem Konto hättest?
Würdest du denselben Job ausführen, wenn du nicht mehr auf das Geld angewiesen wärst?
Welche Reisen würdest du unternehmen, wenn du nicht auf dein Budget achten müsstest?
Würdest du immer noch ehrenamtliche Arbeit leisten, um anderen zu helfen, auch wenn Geld keine Motivation mehr wäre?
Mehr Geld bedeutet nicht automatisch mehr Erfüllung
Ein Großteil von uns träumt von einem solchen Geldsegen, glaubt, dass alle Probleme mit so viel Reichtum gelöst wären und unser Leben endlich erfüllt und sinnvoll wäre. Doch ist das wirklich so?
Halte kurz inne, und denke nach.
Sei ehrlich.
Würdest du DAS, womit du heute Geld verdienst, weiterhin machen wollen? So wie Messi, der schon lange aufhören könnte mit Fußballspielen, es dennoch weiterhin tut?
Wie lautet deine Antwort? Wenn du dich sofort entscheiden müsstest: Ja oder nein? (Falls ja, Gratulation! 🥳).
Psychologen nennen dieses Phänomen „intrinsische Motivation“. Es bezieht sich auf das Handeln aus eigenem Antrieb und Interesse, unabhängig von äußeren Anreizen wie Geld.
Vielleicht denkst du, dass das offensichtlich ist, weil es grundlegende Psychologie ist.
Aber nur weil es allgemein bekannt ist, heißt das nicht, dass jeder danach handelt. 🙈
Die Suche nach Erfüllung
Einfach nur reich zu sein, füllt oft nicht das Gefühl von Leere oder Unzufriedenheit. Geld kann viel kaufen, aber es kann nicht allein für Zufriedenheit oder einen Lebenssinn sorgen.
Ich weiß, es ist das Klischee aller Klischees: Geld macht nicht glücklich.
Aber hast du auch mal ernsthaft darüber nachgedacht, ob daran etwas Wahres sein könnte?
Selbst in einem Szenario mit unbegrenztem Reichtum stehen viele von uns immer noch vor einer zentralen Frage: Was würde uns wirklich erfüllen und einen tiefen Sinn in unserem Leben geben?
Wenn wir Geld zum zentralen Problem machen (ähnlich wie bei Zeit), bleiben wir untätig, schieben die Schuld auf Geld oder Zeit und warten „bis wir mehr Geld haben" oder ‚mehr Zeit‘. Tatsächlich könnten wir jetzt schon handeln. Warum also warten?
Es ist Erfüllung, nicht Geld, die uns wahres Glück und Zufriedenheit bringt.
Aber wie finde ich meine Erfüllung?
Finde deine wahre Erfüllung
Wir sollten den Mut aufbringen, und uns auf die Suche nach Erfüllung und Sinn begeben, unabhängig von unserem finanziellen Status.
Dies könnten Leidenschaften, Hobbys, soziales Engagement oder persönliche Ziele sein. Indem wir uns auf das konzentrieren, was uns innerlich erfüllt, können wir ein erfülltes Leben führen.
Nochmals: Es ist die Erfüllung und nicht das Geld, die uns wahre Zufriedenheit und Glück bringt.
Aktiv handeln
Egal, ob du ein großes Vermögen besitzt oder nicht (oder ob du genügend Zeit hast), wichtig ist, dass du aktiv an deinem Leben arbeitest.
Du gestaltest es, anstatt es einfach geschehen zu lassen.
Das Streben nach deiner wahren Erfüllung bedeutet, dass du Dinge tust, die dir Freude bereiten, dich motivieren und einen tieferen Sinn in deinem Leben schaffen.
Ich weiß, das klingt alles nach schrecklich langweiligen Plattitüden 😅
Aber ist das nicht mit vielen Dingen so? Etwa Zucker, der schädlich ist! Oder der gefährliche Sonnenbrand! Dennoch: Viele Menschen ignorieren dies.
Eine kurze Anleitung, wie du deine Erfüllung finden könntest:
- Tagebuch schreiben: Reflektiere täglich deine Erfahrungen, Gefühle und Gedanken. Dies hilft dir, deine Ziele und Wünsche besser zu verstehen und zu formulieren. Frage dich, was du wirklich möchtest! Und setze keine Grenzen. TRÄUME GROSS!
- Zweifle nicht: Denke nicht "Das ist unrealistisch" oder "Das schaffe ich nie".
- Ausprobieren: Nutze deinen Mut und probiere neue Dinge aus, die dir Freude bereiten könnten. Dies könnte ein neues Hobby, eine Sportart oder ein Freiwilligenprojekt sein.
Um dies noch weiter zu konkretisieren, könntest du:
- Persönliches Wachstum fördern: Nutze Bücher, Podcasts, Kurse oder Seminare, um dich in Bereichen zu bilden, die dich interessieren und die du für dein persönliches oder berufliches Wachstum als wichtig erachtest.
- Soziale Kontakte pflegen: Nimm dir Zeit für Freunde und Familie. Gute Beziehungen tragen wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei und sind oft eine Quelle wertvoller Unterstützung und Inspiration.
- Zeit für dich selbst einplanen: Ob es sich um Meditation, Spaziergänge in der Natur, Lesen oder einfach nur um Ruhe handelt, allein verbrachte Zeit kann dir helfen, dich auf deine inneren Bedürfnisse und Wünsche zu konzentrieren. Selbstfürsorge bedeutet, dass wir uns um unsere Träume & Wünsche kümmern, so gut wir können. Damit fängt alles an.
Selbstbewusstsein statt Ausreden
Das Leben ist oft nicht einfach, ich verstehe das; Beziehungen, Kinder, finanzielle Sorgen, es gibt immer Herausforderungen.
Anstatt uns aber auf Ausreden zu konzentrieren, sollten wir uns darauf fokussieren, selbstbewusst zu handeln und unsere Ziele zu erreichen.
Unabhängig von unserer finanziellen Situation oder wie viel Zeit wir haben …
Überlege mal: Auch wenn du finanziell abgesichert bist, können gesundheitliche oder persönliche Probleme auftreten.
Schwierigkeiten sind unvermeidlich.
Sobald du das akzeptierst, wirst du weniger Ausreden finden und mehr handeln.
Nicht irgendwann. JETZT.
Wenn du das Gefühl hast, dass mehr in dir steckt, dann vertraue diesem Gefühl. Und falls du es nicht tust, dann habe ich unerschütterliches Vertrauen in dich. Los! Mach es jetzt!!
- Schreibe in dein Tagebuch.
- Zweifle nicht.
- Probiere aus.
Abschließend vier Zitate aus dem Buch 4000 Wochen. Das Leben ist zu kurz für Zeitmanagement, das ich aktuell lese. Sie sind relevant für das heutige Thema.
Wenn eine bestimmte Aktivität also wirklich wichtig ist, zum Beispiel ein kreatives Projekt, die Pflege einer Beziehung oder der Kampf für eine bestimmte Sache -, dann ist der einzige Weg, um sicherzugehen, dass sie auch wirklich stattfindet, dass man heute etwas davon tut, egal wie wenig und egal, wie viele andere wirklich wichtige Dinge um Aufmerksamkeit buhlen mögen.
S. 88
Neurowissenschaftler sprechen von einer “Bottom-up”- oder unwillkürlichen Aufmerksamkeit, ohne die wir kaum überleben könnten. Doch die Fähigkeit, einen gewissen Einfluss auf den anderen teil der Aufmerksamkeit auszuüben, auf die “Top-down”- oder freiwillige Aufmerksamkeit -, kann darüber entscheiden, ob wir eine gut gelebtes oder ein höllisches Leben führen. Der klassische und extreme Beweis dafür ist der Fall des österreichischen Psychotherapeuten Viktor Frankl, des Autors von Der Mensch auf der Suche nach dem Sinn, der als Gefangener in Auschwitz die Verzweiflung besiegen konnte, weil er sich die Fähigkeit bewahrte, einen Teil seiner Aufmerksamkeit auf den einzigen Bereich zu richten, den die Lagerwachen nicht verletzen konnten: sein Innenleben, das er mit einem gewissen Mass Autonomie führen konnte, wodurch er dem äusseren Druck widerstand, der ihn zu einem Tier zu erniedrigen drohte.
S. 109
Als eine Eisdusche auf die andere folgte, begann Young indes zu verstehen, dass dies genau die falsche Strategie war. Je mehr er sich nämlich auf die Wahrnehmung intensiver Kälte konzentrierte und seine Aufmerksamkeit so vollständig wie möglich auf sie richtete, desto weniger quälend empfand er sie. Sobald jedoch seine “Aufmerksamkeit” abschweifte, wurde das Leiden unerträglich”.
S. 118
Sobald ich klar Schiff gemacht habe, sagen Sie sich; sobald ich ein System gefunden habe, mit dem ich mich besser organisieren kann; sobald ich meinen Abschluss habe; sobald ich genug Berufserfahrung habe; sobald ich den Menschen meines Lebens gefunden habe; sobald ich Kinder habe; sobald die Kinder aus dem Haus sind; sobald die Revolution kommt und endlich soziale Gerechtigkeit herrscht, dann haben Sie endlich das Gefühl, alles unter Kontrolle zu haben, dann können Sie endlich ein bisschen entspannen und sich um den eigentlichen Sinn des Lebens kümmern.
S. 247
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